Fahrerloses Elektro-Shuttle Navia: Droht soziales Elend? Franzosen setzen Fahrer auf die Straße (Video)

Für einen Berufskraftfahrer wäre es Beleidigung und Langeweile, ausschließlich auf Parkplätzen und in Einkaufszentren Runden zu ziehen. „Navia“ ist da anders.

Für das Vehikel sind vergleichweise stupide Touren eine Herausforderung. Der Achtsitzer fährt nämlich fahrerlos und autonom. Die französische Firma Induct hat das Gefährt bereits auf dem Rennkurs von Indianapolis vorgeführt – bei Tempo 25 km/h.

Adrian Sussmann, US-Repräsentant der Firma, weiß um das schräge Bild. Die Geschwindigkeit sei nicht das Faszinierende am Franzosen-Kriecher, sondern dessen Autonomie.

Der „Navia“, auch „Cybergo“ genannt, finde sich nämlich auf sich allein gestellt auf Plätzen zurecht, wo es vor Fußgängern wimmelt: Flughafenparkplätze, Einkaufszentren, Bürokomplexe, Universitätsgelände. Laser scannen die Umgebung des Fahrzeugs, Software erzeugt 3-D-Karten, die ständig miteinander verglichen werden. So würden Hindernisse erkannt und umfahren, versichert die Firma. Die Akkus des fahrerlosen Fahrzeugs werden an Haltestellen induktiv geladen.

Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne setzt bereits auf die Shuttles, die Unis von West Florida  und Singapur liebäugeln damit.

Der Unterschied zum autonomen Google-Fahrzeug ist übrigens der, dass der US-Konzern aufs individuelle Vorwärtskommen setzt, die Franzosen dagegen auf den öffentlichen Verkehr.

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Posted on Jan. 2, 2013 in Featured, Green, MotorBlog News

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