Der Minister besitzt einen lindgrünen Original-Mini von 1974 – Zweitwagen in Hannover ist ein blaues Mini Cabrio von 2005
Berlin/Hannover. Im Dienst wird Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit großen Limousinen chauffiert, doch privat mag es Rösler mehrere Nummern kleiner. Der FDP-Chef dreht in seiner Freizeit am liebsten seine Runden mit zwei Mini-Cabrios. Bei einem Besuch von auto motor und sport-Redakteur Thomas Fischer in Röslers Haus in einem Vorort von Hannover verriet der 40-jährige mehr über seine kaum bekannte Mini-Leidenschaft.
Rösler hat an dem Samstagmorgen, als er auto motor und sport zum Besuch empfängt, schon ganze Arbeit geleistet. Beide Cabrios hat er aus der Garage geholt und auf Hochglanz poliert. Das erfordert speziell beim Oldtimer, einem lindgrünen Umbau auf Innocenti-Basis von 1974, einige Vorbereitung. Denn der „steht seit drei Jahren eingestaubt in der Garage“, so Rösler, „ich hatte zuletzt kaum Zeit zum Fahren“. Der Vorbesitzer, dem Rösler den Oldie 2001 für 5500 Euro in Hessen abgekauft hat, offenbar auch nicht. Denn der offene Mini mit 55-PS-Motor und H-Kennzeichen hat erst 8200 Kilometer auf dem Zähler.
Zuerst muss Rösler das zeltartige Verdeck abbauen, was umständlich ist, „aber ich hab’ darin noch Übung“. Dass an dem Mini wie bei vielen Umbauten von den Felgen bis zu Sitzen und Armaturen wenig original ist, stört Rösler nicht. Er schwärmt von dessen kartartigem Fahrverhalten, den Dreiecksfenstern, den zierlichen Scheibenwischern und dem Design der Scheibenwaschdüsen. „Ich mag auch die ATS-Felgen, das kleine Lenkrad und die Sportsitze.“ Die ebenfalls nachträglich installierten Boxen findet er zwar nicht schön, „aber die klingen gut“ – vor allem, wenn Röslers Lieblingsbands Coldplay und Linkin Park rocken.
Das neuere Mini Cabrio in Blau, 2005 gebraucht gekauft und mit Hannover 96-Sticker am Heck, findet er zwar „nicht so reizvoll“ wie den Oldtimer, „aber es ist das praktischere Auto“. Davon zeugen auf der Rückbank die Kindersitze für seine Töchter.