[Space] Neue US-Raumfahrt-Politik birgt enorme Möglichkeiten für Europa

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Der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner, bewertet die Akzentverschiebung in der US-Raumfahrtpolitik überwiegend positiv. Der DLR-Vorstandschef sagte am Samstag dem Hörfunksender MDR Info, wenn man genau hinschaue, habe Präsident Barack Obama lediglich die Festlegung gestoppt, dass im Jahr 2020 wieder Menschen auf dem Mond landen sollen. «Er hat nicht die Mondlandung als solche gestoppt», unterstrich Wörner. Obama habe zugleich das Budget der NASA erhöht. Parallel dazu sei die Internationale Raumstation gestärkt aus diesem Prozess hervorgegangen. «Das ist für Europa eine ganz wichtige Nachricht.» Es sei jetzt klar, dass die Raumstation über das Jahr 2015 auch von den Amerikanern entsprechend unterstützt werde. Das sei eine sehr gute Nachricht.

Wörner sagte weiter, in der Vergangenheit habe man die Kooperation mit den Amerikanern immer ein wenig als Juniorpartner betrieben. «Wir durften mal dabei sein, aber auf den wichtigen, kritischen Pfaden einer Mission haben die Amerikaner immer gesagt: Das muss amerikanisch sein.» Durch die Obama-Regierung und die NASA-Beschlüsse habe man jetzt eine veränderte Situation.

Es sei eine große Chance, dass in der Raumfahrt die internationale Zusammenarbeit noch intensiviert werden könne. Das betreffe die nahe Erdumlaufbahn mit der internationalen Raumstation aber auch weitere Explorationsthemen. Wörner sagte: «Ich bin gespannt, wie weit wir uns da jetzt verständigen können mit der amerikanischen Seite. Die Gespräche werden in allernächsten Zeit laufen.»

tf/mei/ddp
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