Studie: eBooks und Audiobooks immer beliebter

Das Leseverhalten gerade jüngerer Konsumenten geht in Richtung digital, und für eBooks sowie Audiobooks sind sie auch bereit mehr zu bezahlen als für gedruckte Medien. Ebenso verlagert sich der Kauf mehr ins Digitale – mit neuen Chancen für den eCommerce. So zumindest eine neue Studie der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners.

Während nur noch ein Drittel der Konsumenten ausschließlich gedruckte Medien liest, sind bereits 40 Prozent sogenannte „Multiformat-Nutzer“. D.h. sie konsumieren sowohl Printmedien als auch eBooks und Audiobooks. Lediglich fünf Prozent lesen ausschließlich eBooks. Das ergibt die aktuelle Studie „Digitales Lesen auf dem Vormarsch“ der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

eBooks und Audiobooks eher von jüngeren Lesern bevorzugt

eBook Audiobook reading woman

Dabei zeigt sich, dass digitale Inhalte vor allem von jüngeren Lesern intensiv genutzt werden: 44 Prozent geben an, in den vergangenen sechs Monaten eBooks gelesen zu haben (Altersgruppe 65+: 21 Prozent), 43 Prozent haben Audiobooks genutzt (Altersgruppe 65+: 14 Prozent). 

Als Kaufkriterien für eBooks und Audiobooks geben Konsumenten die große Auswahl digitaler Medien sowie den Komfort beim Kauf und  Nutzung an. Dazu kommen noch technologische Verbesserungen der Lesegeräte sowie bessere Softwarelösungen für Tablets usw.

Zusätzliche Features entscheidend für hohe Zahlungsbereitschaft

Die digitalen Formate bieten zusätzliche Features und damit Mehrwert für die Leser bzw. Hörer und das spiegelt sich auch in einer höheren Zahlungsbereitschaft im Vergleich zu Printmedien wider. Kostet ein gedrucktes Taschenbuch 10 Euro, so sind Konsumenten bereit, für eBooks und Audiobooks bis zu 19 Euro auszugeben.

Kombinationen der Formate besonders gefragt

Die Studienergebnisse zeigen zudem: Konsumenten fokussieren sich nicht nur auf ein Medium, sondern beliebt sind auch Kombinationen verschiedener Formate. Besonders die Bündelungen „Print-Buch + Audiobook“ sowie „eBook + Audiobook“ schneiden dabei sehr gut ab und sind als Angebote attraktiv.

Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass die vergangenen Monate und die Einschränkungen durch Covid-19 den digitalen Formaten weiteren Aufschwung bringen. Insbesondere die Nutzung von Audiobooks wird laut den Studienergebnissen um vier Prozent steigen, wohingegen sich bei Print-Büchern ein Rückgang in gleicher Höhe abzeichnet.

Der Kauf von Audiobooks und eBooks verlagert sich ins Internet

Printmedien kaufen Konsumenten gleichermaßen häufig in stationären Buchhandlungen wie auf Online-Marktplätzen wie Amazon. Knapp ein Drittel der Leser bezieht Bücher über Online-Buchhandlungen, zehn Prozent kaufen im Webshop der Verlage. eBooks dagegen werden überwiegend auf Online-Marktplätzen erworben, in Online-Buchhandlungen und Webshops der Verlage. Beim Kauf von Audiobooks ist die Reihenfolge gleich wie bei den eBooks.

Allerdings geben mehr als die Hälfe der Befragten an, dass die Corona-Krise ihr Einkaufsverhalten verändert hat und sie seitdem auch gedruckte Bücher verstärkt online kaufen werden.

Präferenzen durch den Antrieb der Konsumenten unterschiedlich

In allen drei Formaten geben die Befragten „Unterhaltung und Zerstreuung“ als Hauptantrieb an, Medien zu konsumieren. Für berufliche Zwecke setzen knapp 50 Prozent auf klassische Printmedien und nur gut ein Drittel auf eBooks. Audiobooks spielen für berufliche Zwecke eine untergeordnete Rolle, sind aber zum Vorlesen für Kinder relativ beliebt.

Fotos: Hersteller/ Envato Stock

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