Instagram Fake News: Eine Milliarde User gegen Falschnachrichten

Instagram Fake News: Eine Milliarde User gegen Falschnachrichten
Instagram bzw. Facebook holt im Kampf gegen Fake-News die Instagram-Nutzer ins Boot. Das Fact-Checking überlässt der Konzern Drittfirmen.

Nachhaltiger Kampf gegen Fake News

Der Social-Media-Dienst Instagram will Ernst machen im Kampf gegen Falschnachrichten: Der populäre Facebook-Ableger hat sich dem Ziel verschrieben, Fake News nachhaltig von der Instagram-Plattform zu verbannen, und lässt dafür nun seine Nutzer vermeintliche Falschinformationen melden.
Wie Sprecher des Silicon-Valley-Unternehmens bekanntgaben, haben alle Instagram-Nutzer bald die Möglichkeit, mutmasslich «irreführende Botschaften» anzuzeigen, indem sie über einem Post auf drei Punkte klicken und diesen damit als «unangemessenen Inhalt» melden können. Weltweit nutzen über eine Milliarde Menschen Instagram.

Fake News auf Instagram per Klick melden

Beiträge mit «falschen Inhalten», die jedoch nicht gegen die Richtlinien des Webservices verstossen, sollen nicht gelöscht werden. Vielmehr will das besonders unter jüngeren Social-Media-Nutzern florierende Foto-Netzwerk die Reichweite und Verbreitung von Beiträgen mit potenziellen Falschinformationen einschränken.
Dafür sollen entsprechend Posts nach einer ausführlichen Prüfung nicht mehr bei den eingesetzten Hashtags und Hashtag-Seiten dargestellt werden und auch von der «Explore»-Seite verbannt werden. Dadurch sollen fragwürdige Posts und Inhalte nur für direkte Follower bestimmter «Instagrammer» sichtbar sein.

Instagram kappt Reichweite von Fake News

Für «Nicht-Follower» sollen die «falschen Inhalte» dadurch möglichst überhaupt nicht verfügbar sein. Warneinblendungen, dass es sich bei einem Inhalt um eine gemeldete Falschinformationen handeln könnte, gibt es nicht.
Wie wirkungsvoll dieses Prozedere ist, wird sich in der Praxis zeigen müssen. Insbesondere bleibt es eine enorme Herausforderung, Inhalte auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Instagram beziehungsweise die Muttergesellschaft Facebook lässt Eigenangaben zufolge die beanstandeten Inhalte über Fact Checker von Partnerfirmen überprüfen.

Facebook plant weitere Massnahmen 

Die neue Fake-News-Meldefunktion ist zunächst nur in den Vereinigten Staaten verfügbar, soll aber noch diesen Monat auch international aktiviert werden und dann sukzessive allen Instagram-Nutzern zur Verfügung stehen.
Firmenangaben zufolge plant Facebook aktuell verschiedene weitere Massnahmen und technische Updates, um die Flut von Falschnachrichten eindämmen zu können.
Facebook hat die letzten Jahre viel Kritik einstecken müssen wegen der Verbreitung von Fake News und seine Anstrengungen im Kampf gegen Falschnachrichten deutlich erhöht. Dennoch fluten Falschinformationen und absichtlich gestreute Fake News nach wie vor das Netz, warnen verschiedene Experten und Studien.

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