Trends der MWC Barcelona: Die Smartphone-Zukunft ist faltbar #Nachklapp

Trends der MWC Barcelona: Die Smartphone-Zukunft ist faltbar

Die MWC in Barcelona zeigt: Neue Top-Smartphones sind gerüstet für das künftige Mobilfunknetz 5G und dank biegbaren Displays auch die ersten Tablets für die Hosentasche. Vor allem aber mausern sie sich allesamt mit Mehrfach-Kameras auf der Rückseite zu echten Fotoprofis.

Auf dem «Mobile World Congress» (MWC) in Barcelona stellt die Handy-Branche seit Anfang der Woche neue Smartphones vor und hat nicht nur bessere, sondern auch komplett neue Technik zu bieten. Am augenfälligsten zeigen das Handys mit biegsamem Oled-Display, die sich im Handumdrehen zum Mobilgerät in Tablet-Grösse entfalten.

Ein erstes Falt-Handy zeigt Huawei mit dem «Mate X». Das Flaggschiff des chinesischen Herstellers hat auf Vorder- und Rückseite einen Bildschirm. Nach aussen aufgeklappt verbinden sich beide Seiten zu einem durchgängigen Bildschirm. So lässt sich fürs Videoschauen oder Multitasken mit zwei Anwendungen eine Screenfläche von acht Zoll nutzen. Im Hosentaschenformat bietet das Frontdisplay eine gängige Grösse von 6,6 Zoll.
Foldable Smartphones sind ein echter Trend der MWC 2019

Smartphone Trends 2019: Mehr Displayfläche

Bereits kurz vor dem Start der wichtigsten Mobilfunkmesse Europas hat auch Samsung ein faltbares Smartphone angekündigt, das sich nach ähnlichem Prinzip vergrössert – allerdings auf der Innenseite: Durch Aufklappen wird das 4,6 Zoll grosse Frontdisplay des «Galaxy Fold» auf 7,3 Zoll erweitert. Auf dem aufgeklappten Bildschirm können sogar drei Apps gleichzeitig ausgeführt werden.

Beide Geräte sind wie viele andere neue Modelle für das künftige Mobilfunknetz 5G gerüstet. Bis die Netze der fünften Mobilfunkgeneration allerdings genutzt werden können, wird es noch dauern.

Noch bessere Kameratechnik

Dagegen können die allgegenwärtigen Neuerungen auf der MWC bei der Kameratechnik ihre Vorteile sofort zum Tragen bringen. Insbesondere hat sich der Trend zu Mehrfach-Kameras fortgesetzt. Wie Huaweis oder Samsungs Falthandys haben kommende Top-Smartphones nicht nur eine Dualkamera, sondern rückseitig drei oder noch mehr Kameras integriert.

Zum Dreifachsystem des «Mate X» sind noch keine Details bekannt. Huawei aber setzte bereits im vergangenen Jahr als erster namhafter Hersteller zunächst mit dem «P20 Pro» auf eine Triple-Kamera mit hochauflösenden Monochrom-, Farb- und Telelinsen, später im «Mate 20 Pro» auch mit Ultraweitwinkeloptik.

Das «Galaxy Fold» ist neben einem 12-Megapixel-Standard-Sensor mit einer Weitwinkel-Linse und einer Teleoptik mit Zweifach-Zoom ausgestattet. Ähnlich LGs neues Top-Modell «V50 ThinQ», mit dem der koreanische Konzern auch dem Trend zum Faltdisplay gerecht werden will: Der Screen des 5G-Smartphones kann mithilfe einer Hülle um einen zweiten Bildschirm erweitert werden, der sich automatisch mit dem Handy-Display verbindet. Mit einem Falt-Mechanismus im Inneren kann dieser Kniff allerdings nicht mithalten.

Vielseitige Kamerasysteme

Vielmehr überrascht LG mit seinem Highend-Handy «G8 ThinQ». Das Gerät kann dank neuer Sensortechnologie mit Venenerkennung durch einen Scan der Handfläche entsperrt werden. Das Erfassen der Blutgefässe soll sicherer sein als ein Fingerabdrucksensor. Und ja, auch das «G8 ThinQ» hat eine Triple-Kamera an Bord.

Aus gutem Grund: Die Vorteile der Mehrfach-Kameras, die dank neuer leistungsfähiger Sensoren klein genug für schmale Smartphones sind, liegen auf der Hand: Sie vergrössern die Aufnahmemöglichkeiten deutlich und dienen insbesondere der Tiefenwirkung oder als Zoom. Möglich sind so etwa auch bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen und Unschärfe-Effekte im Hintergrund, die sich auch nachträglich hinzufügen lassen.

Mit einem Superweitwinkel- und einem Teleobjektiv ergänzt beispielsweise auch das «Mi 9» von Xiaomi seine Hauptkamera, die es ohnehin schon in sich hat: Sie enthält ein Kamera-Modul, das der chinesische Hersteller für Aufnahmen mit 48 Megapixeln entwickelt hat.

 

MWC Trends: Handy im Kinoformat 21:9

Das «Nokia 9 PureView» toppt den Triple-Trend mit gleich fünf Kameras. Diese haben anders als bei den meisten anderen Multi-Kamera-Smarthones alle die gleiche Brennweite und je einen 12-Megapixel-Sensor. Bei Aufnahmen entstehen fünf Einzelbilder, die die Software zu einem Bild zusammenfügt.

Sonys «Xperia 1» kommt ebenfalls mit Dreifach-Rückkamera, macht aber auch den Bildschirm zum Hingucker. Das Spitzenhandy des japanischen Unternehmens hat ein 6,5 Zoll grosses Display, das Inhalte in 4K-Auflösung samt HDR-Kontrast im langgezogenen Kinoformat 21:9 zeigt. Auch so ensteht mehr Platz – etwa um zwei Apps bequem gleichzeitig zu nutzen.

Nicht zuletzt ist das neue Flaggschiff von ZTE mit einem 5G-Modem und Dreifach-Kamera ausgestattet. Das «Axon 10 Pro 5G» nutzt insbesondere auch KI-Technologie («Künstliche Intelligenz»), um durch algorithmengesteuertes Prozessor- und Speichermanagement die Leistung zu optimieren.

KI-basierte Funktionen sind wie bei Geräten anderer Hersteller aber vor allem auch auch für die bessere Smartphone-Fotografie integriert, etwa für automatische Szenenerkennung, Bewegungserfassung oder das Zusammenrechnen mehrerer Bilder einer Szene zu einer optimierten Einzelaufnahme.

Smarrtphones mit großem Display sind auch ein besonderer Trend der MWC

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