Gaming-Riese EA: Electronic Arts stürzt ab – 25 Prozent weniger Umsatz

Gaming EA Electronic ArtsAbsolut keinen Spaß hat dieser Tage die digitale Spaßwirtschaft, namentlich die Gaming-Industrie. Denn die leidet massivst unter der anhaltenden Wirtschaftskrise und der Flaute an den Ladentheken der Elektro-Läden und Unterhaltungselektronik-Discounter. Allen voran hat es den legendären Weltmarktführer in Sachen Computerspiele, die Firma Electronic Arts (EA) aus Kalifornien, schwer getroffen.

Der Gaming-Riese aus dem Silicon Valley stürzte den letzten Geschäftszahlen zufolge schwer ab und verkaufte ein Viertel weniger Spiele als noch im Vorjahr – und nun fürchtet das bedeutendste Daddel-Studio des Planeten, das für Kult-Gaming-Hits wie „Need for Speed“, „FIFA Soccer“, „Sims“, „Command & Conquer“ oder „Madden NFL“ verantwortlich zeichnet, noch mehr Verluste.

Nicht einmal zu Weihnachten 2009 erholten sich die in der Wirtschaftskrise eingebrochenen Verkäufe. Zwar konnte EA im dritten Geschäftsquartal 2009 (Ende Dezember) seine Verluste dank eines strikten Sparkurses eingrenzen. Doch nachhaltige schwarze Zahlen sind keine in Sicht. Die Aktie stürzte am Montag nach Bekanntwerden der düsteren Aussichten nachbörslich um mehr als 7 Prozent ab. Branchenkenner hatten auf eine Erholung gewettet.

Im dritten Geschäftsquartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf gut 1,2 Milliarden Dollar zurück. Vor allem das Geschäft in Nordamerika und Europa war schwach. Harte Einschnitte und derWegfall von hohen Abschreibungen ließen den Verlust unterm Strich von 641 auf 82 Millionen Dollar schrumpfen. Im laufenden vierten Quartal rechnet Electronic Arts mit einem kleinen Gewinn, um danach gleich wieder in die Verlustzone abzutauchen.

NUR VEREINZELTE LICHTBLICKE

Der Konzern hatte auf die Durststrecke mit dem Abbau von 1.500 Stellen reagiert. Gleichzeitig baut das Management das Geschäft mit Online- und Handyspielen aus. Hier hofft das Unternehmen auf Wachstum, wie Finanzchef Eric Brown im kalifornischen Redwood City ausführte. Erst vor einigen Monaten hatte Electronic Arts den Online- Spiele-Spezialisten Playfish geschluckt.

Die Computer- und Videospiele-Industrie steht vor allem in den USA wegen der schwachen Wirtschaft stark unter Druck. Die Zahl der Arbeitslosen ist weiterhin hoch. Im kommenden Geschäftsjahr, das im April beginnt, rechnet Electronic Arts kaum mit Besserung. Der Verlust soll demnach viel weniger stark zurückgehen als Analysten erwartet hatten.

Nur vereinzelt gibt es Lichtblicke: So verkaufte sich das Fußball- Spiel „FIFA 10“ mittlerweile fast 10 Millionen Mal. Auch das Strategiespiel „Sims 3“ fand weiter reißenden Absatz. Konzernchef John Riccitiello setzt nun darauf, dass die Neuerscheinungen „Dante9s Inferno“ und „Battlefield Bad Company 2“ einschlagen.

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One Response

  1. Marcel 9. Februar 2010

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