[UPDATE] Copyfight: YouTube sperrt tausende Musik-Video-Clips in Deutschland

YouTube-screenshot-blink182 by techfever.Die obersten deutschen Musik-Urheberrechteschützer von der „Verwertungsgesellschaft“ Gema machen Ernst – und wollen mehr Geld vom Google-Video-Ableger YouTube.

Für jeden Abruf eines Musik-Video-Clips (im Bild ein Musik-Video-Clip der Band Blink 182 bei Youtube) soll das amerikanische Bewegtbild-Portal Lizengebühr zahlen. Ganz unabhängig davon, wie viel Geld Google im Umfeld eines bestimmten Clips mit Werbung macht. Google fürchtet nun nicht nur die Gema-Copyfighter sondern auch herbe Verluste mit der Video-Seite und sperrt deutsche Nutzer kurzerhand vom Musik-Video-Angebot aus: Ab heute Abend beginnt YouTube damit, mehrere tausend Musikvideos zu sperren.

Musik-Video-Clips zählen zu den Killer-Applikationen von Youtube schlechthin. Wie neue Studien aus Großbritannien belegen, rufen junge Leute mittlerweile mehr Musik-Video-Clips beim Internet-Portal Youtube ab, als sie beim Musikfernsehsender MTV anschauen.

[UPDATE] GEMA-Sprecherin Bettina Müller sagte gegenüber Christoph Dernbach von der DPA, die Verwertungsgesellschaft habe YouTube in einem ersten, unverhandelten Angebot einen Preis von nur einem Euro-Cent pro Abruf vorgeschlagen.

Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete die GEMA knapp 850 Millionen Euro und schütte nach Abzug ihrer Kosten knapp 730 Millionen Euro an die Rechteinhaber aus. Für 2008 erwartete die GEMA wegen der schrumpfenden CD-Verkäufe deutlich sinkende Einnahmen. Aktuellere Zahlen liegen leider noch nicht vor.

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  1. Pingback: Webnews.de 31. März 2009
  2. Fritz 1. April 2009
  3. pamchen 1. April 2009
  4. Kabooom 1. April 2009
  5. Wayne 13. April 2009
  6. Carsten Weber 22. September 2009
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