Wirtschaftsminister Brüderle rügt China für Wirtschaftsspionage und Produkt-Piraterie

6. Oktober 2010 | by Jochen Siegle

 Brüderle rügt China für Wirtschaftsspionage und Produkt-Piraterie „Fake, as Fake can be“: Harsche Worte des eigentlich so zahmen deutschen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle: Der FDP-Mann fordert anlässlich des chinesischen Staatsbesuchs in Berlin das Riesenreich dazu auf, Wirtschaftsspionage gegen Deutschland zu unterlassen.

„Angriffe auf die Computersysteme deutscher Unternehmen müssen unterbleiben. Da muss man einen Riegel vorschieben“, sagte Brüderle heute morgen im „Hamburger Abendblatt“. Es handele sich um ein „ernsthaftes Problem“, das er auch auf seiner am Montag beginnenden China-Reise ansprechen werde.

„Wir sind an einer fairen Zusammenarbeit interessiert. Deutschland stellt technologisches Wissen bereit und bildet Arbeitskräfte aus.“ Daher erwarte er auch, dass die chinesischen Unternehmen keine Produktpiraterie betreiben.
Zugleich begrüßte Brüderle, dass Peking griechische Staatsanleihen aufkauft. „Gegen eine Zusammenarbeit zwischen Griechenland und China ist nichts einzuwenden. Ich gehe davon aus, dass das in beidseitigem Interesse ist“, sagte er. „Wir sind offen für chinesisches Kapital auch in Deutschland. Unsere Unternehmen investieren Milliarden in China. Das sollte doch keine Einbahnstraße sein.“

Bisher erreichten die chinesischen Investitionen in Deutschland nur einen Bruchteil der deutschen Investitionen in China.

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