Elektronikschrott-Studie: Smartphone hält nur 18 lang

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Xmas-Zeit, Gadget-Zeit. Auch in diesem Jahr werden wieder Millionen neuer Tech-Gadgets und anderes Elektronik-Spielzeug zum Weihnachtsfest unter dem Baum liegen. Doch was passiert eigentlich mit den älteren, ausrangierten Geräten? Eine Option bietet das „Re-commerce“-Unternehmen reBuy: Die Firma fokussiert sich auf die Wiederverwertung von gebrauchten Gadgets und Elektrogeräten und möchte nun mit einer neuen verfassten Studie zum Mobiltelefon-Elektronikschrott in 27 Ländern dieses wichtige Thema noch einmal ins Bewusstsein rufen.

Aus der Studie geht hervor, welchen Wert abgelegte Mobiltelefone haben und welche Vorteile es bietet, wenn alle diese Mobiltelefone recycelt oder neu genutzt werden. Die Untersuchung basiert auf 24 europäischen Staaten, bei denen vergleichbare Daten zum Elektronikschrott verfügbar sind. Elektronikschrott sind weggeworfene elektronische und elektrische Geräte, die üblicherweise umweltschädliche Stoffe enthalten und besonders entsorgt oder recycelt werden müssen. Um einen globalen Kontext zu schaffen, wurde unter anderem auch Kanada, die USA und Neuseeland einbezogen.

 Studie: Mobiltelefon hält 18 – 21 Monate lang

Trotz allem befasst sich die Studie nicht mit dem ganzen Elektronikschrott, sondern spezialisiert sich auf die beliebten Smartphones. Das durchschnittliche Mobiltelefon hält 18 – 21 Monate lang, bevor man es ersetzt. Technologietrends und der Druck, die „neueste“ Technik besitzen zu müssen, haben  zu einer wachsenden Zahl von Produkten im Elektronikschrott geführt.

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Die Ergebnisse der Studie ermöglichen einen Ländervergleich der geschätzten Menge an Mobiltelefon-Elektronikschrott. So zeigt die Studie außerdem auch dass manche Nationen mehr abgelegte Mobiltelefone haben als Einwohner. Die Datensammlung für diese Analyse basiert auf dem EU-Rahmenwerk zur Berechnung von Elektronikschrott.

Ergänzt sind die Daten durch die Ergebnisse einer Onlinebefragung. Damit wollte reBuy einen vergleichbaren Datensatz schaffen, der die aktuelle Situation des Smartphone-Elektronikschrotts in den 27 Ländern darstellt.

Das Vorgehen von reBuy bei ihren Untersuchungen

Zunächst hat man ermittelt, wie viele Mobiltelefone es in jedem Land gibt, genutzt als auch „abgelegt“. Abgelegt sind Mobiltelefone, die nicht mehr genutzt, aber auch noch nicht entsorgt sind. Es wurde analysiert, wie viele dieser Geräte Second-Hand-Geräte sind. Außerdem ist die Gesamtzahl der abgelegten Mobiltelefone berechnet, die recycelt oder verkauft werden könnten.

Danach liegt der Fokus auf der Entsorgung von Mobilgeräten die Berechnung, wie viele Telefone weiterverschenkt oder verkauft sind. Dazu kommt auch noch die Menge an Elektronikschrott, die durch unsachgemäße Entsorgung von Mobiltelefonen entsteht.

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Abschließend sind die Einsparmöglichkeiten im Hinblick auf die Umweltbelastung auch noch wichtig zu beachten. Dabei spielen Faktoren wie CO2 und die Gesamtemissionen, die Menge der Giftstoffe, der Wert der Edelmetalle (Gold, Platin, Palladium und Kupfer) eine wichtige Rolle. Als letztes sind noch die Recyclingquoten wichtig, um die Gesamtmentalität jedes Landes hinsichtlich der umweltfreundlichen Schrottentsorgung zu ermitteln.

Wichtige Ergebnisse der Studie

In Litauen, Ungarn und Polen verwenden die meisten Second-Hand-Mobiltelefone (46 % und 45 %), während die Dänen, Polen und Franzosen ihre alten Modelle, verglichen mit anderen Ländern im Index, am häufigsten weitergeben oder verkaufen (41 – 49 %). Schweden hat pro Kopf die meisten abgelegten Smartphones, im Durchschnitt 1,31.

Das bedeutet, dass es in Schweden mehr abgelegte Mobiltelefone als Einwohner gibt. Die USA haben die höchste absolute Zahl an abgelegten Mobiltelefonen im Index (223,1 Millionen Stück). Dem folgen Deutschland mit 84,7 Millionen und das Vereinigte Königreich mit 83,1 Millionen.

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Besonders in Zeiten der Pandemie ist Möglichkeit, unser Verhältnis zur Nachhaltigkeit und zum Konsumismus zu überdenken besonders groß. Es ist offensichtlich, dass wir alle achtsamer sein müssen, wenn es darum geht, wie wir mit unseren alten Mobiltelefonen umgehen.

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