5G Geschwindigkeitsrekord: 3,6 Gbit/s im Downlink

5G: Geschwindigkeitsrekord in Zürich

Huawei erreicht einen neuen 5G Geschwindigkeitsrekord im 5G-Netz von Sunrise: In Zürich wird mit mehreren Smartphones eine Datenübertragungsrate von 3,67 GBit/s erzielt.

Neuer 5G Geschwindigkeitsrekord bei einer Bandbreite liegt bei 100 MHz

Der Mobile-Spezialist Huawei hat im 5G-Netz des Schweizer Mobilfunkbetreibers Sunrise Communication in Zürich eine neue Rekordgeschwindigkeit bei einer Bandbreite von nur 100 MHz erreicht. Laut dem chinesischen Konzern konnte mit mehreren 5G-Smartphones in einer 5G-Funkzelle insgesamt eine Datenrate von 3,67 Gbit/s im Downlink erreicht werden. Bei einem einzelnen Smartphone liegt die maximale 5G-Geschwindigkeit bei zwei Gbit/s.

Die Daten wurden auf einem Frequenzspektrum von 100 MHz im C-Band des kommerziellen 5G-Mobilfunknetzes übertragen, das Sunrise mit Netzwerktechnik von Huawei in Zürich seit einigen Monaten betreibt. Genutzt wurden für den Praxistest bereits auf dem Markt verfügbare 5G-Netzwerkgeräte. Im Vergleich: Mit dem 5G-Vorgänger LTE sind Geschwindigkeiten von nur maximal 1 GBit/s möglich.

Mit Highspeed durch die Luft

Huaweis neue Netzwerktechnik, die diese Spitzengeschwindigkeit ermöglicht, nennt sich «MU-MIMO»-Technologie, die auch „Multi-User-MIMO“ genannt wird. Damit erhöht sich laut dem Telekommunikationsausrüster aus Shenzhen die 5G-Kapazität erheblich – ohne zusätzlichen Bedarf an Spektrum oder Energieressourcen.

Die kontinuierliche Verbesserung der 5G-Netzqualität und -leistung soll laut dem Konzern «vermehrt zu Dienstleistungsinnovationen mit Breitband-Internetverbindungen führen und Endkunden mehr Auswahl und Komfort bieten».

Neue Möglichkeiten bei Mobilfunkanwendungen

Sunrise ist die Nummer zwei der Schweizer Telekombranche und war der erste Anbieter in Europa, der ein 5G-Netzwerk gelauncht hat. Inzwischen sind eigenen Angaben zufolge bereits über 260 Schweizer Orte mit 5G versorgt.

Der Swisscom-Konkurrent forciert den Ausbau des 5G-Netzes und will möglichst viele Orte zunächst mit zwei GBit/s versorgen. Firmenangaben zufolge will der Mobilfunkanbieter zunächst vor allem Privatkunden und Unternehmen mit den schnellen Online-Zugängen abdecken, die bis dato keinen Glasfaseranschluss zur Verfügung haben.

5G Geschwindigkeitsrekord ermöglich TV-Serien-Download in Sekunden 

Anstelle über ein Glasfaser- oder Kupferkabel erfolgt die Netz-Verbindung bei 5G über die neueste Mobilfunktechnologie, die besonders schnelle Datenübertragungen ermöglicht ¬– beispielsweise Downloads der neuesten Staffel der Lieblingsserie sollen über den neuen Standard in Sekunden übertragen werden können.

Privatanwender benötigen zur Nutzung von 5G ein modernes Smartphone, das den neuen Mobilfunkstandard unterstützt. Erste 5G-Handys sind in der Schweiz seit einigen Wochen erhältlich.

«Smart Farming»-Projekte mit 5G

Aber auch Geschäftskunden sollen von den neuen 5G-Möglichkeiten profitieren können. Insbesondere soll den Partnern Huawei und Sunrise zufolge auch die Schweizer Landwirtschaft viele Vorteile von 5G haben im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und «Smart Farming». Bei Agroscope Tänikon (Thurgau) etwa wird mit einem 5G-Netz erprobt, wie die Milchproduktion optimiert und das Fressverhalten der Kühe verfolgt werden kann.

Auch Swisscom treibt den flächendeckenden 5G-Ausbau voran und hat in der Schweiz die meisten 5G-Mobilfunk-Frequenzen ersteigert.

Kontroversen um gesundheitliche Gefahren

Die Einführung von 5G hat im vergangenen Jahr in der Schweiz nicht zuletzt auch Kontroversen um die gesundheitliche Gefahr durch Mobilfunkstrahlung aufleben lassen. Die Parlamente in den Kantonen Genf und Waadt hatten ihre Regierungen dazu aufgefordert, ein Moratorium für die Installation von 5G-Antennen auf Kantonsgebiet zu prüfen.
Die Kantone Genf und Jura stoppten im Frühjahr den Ausbau der 5G-Mobilfunknetze, weil sie gesundheitliche Schäden befürchten.

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