IFA 2019 gibt Ausblick auf smartes Leben von Morgen

Mit neuen Produkten und Präsentationen lockt die Technikmesse IFA nach Berlin – ganz grosse Innovationen sind allerdings kaum zu erwarten.

IFA 2019 Ausblick: Zahlreiche grosse Hersteller, kleinere Startups und auch Newcomer

Alle Jahre wieder Anfang September ist IFA-Time in Berlin. Vom 6. bis 11. September locken auch 2019 gut 1.800 Aussteller interessierte Technik-Fans und Verbraucher mit unzähligen Neuheiten und Technik-Trends in die deutsche Hauptstadt. Mit dabei sind wieder zahlreiche grosse Hersteller wie Samsung, Sony, Huawei, LG, Panasonic, Bosch, Logitech und viele andere.

Aber auch viele kleine Startups und Newcomer finden den Weg nach Berlin zur Messe für «Home und Consumer Electronics», die in diesem Jahr gemäss den Veranstaltern ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz (KI), Sprachsteuerung und Vernetzung steht.

IFA 2019 gibt Ausblick auf smartes Leben von Morgen

Dennoch: Die Branche ist sich einig, dass zur IFA 2019 kaum ein «next big thing», also ein grosser technologischer Durchbruch oder Meilenstein, zu erwarten ist. Vielmehr geht es in Berlin darum, Verbesserungen existierender Geräte und Lösungen zu präsentieren.

TV bleibt ein Schwerpunkt

Eine traditionell wichtige Rolle spielen auf der Elektronikmesse unter dem Funkturm die Fernseher. In diesem Jahr sind insbesondere im OLED- und 8K-Segment Neuheiten zu erwarten.

Seit Jahren werden die TVs immer grösser, der Trend zu Mega-Screens in heimischen Wohnzimmern ist ungebrochen – Bildschirmdiagonalen von 88 Zoll und mehr werden auf dem IFA-Showfloor bei verschiedenen Anbietern zu sehen sein. Gleichzeitig sind die Geräte dünner und schärfer als je zu vor.

Letzteres liegt an der höheren Pixeldichte. Aktuell gilt 4K-Auflösung (beziehungsweise UHD) als Standard. Nun kommen immer mehr Hersteller mit TV-Geräten mit 8K, also doppelter Auflösung von 4K, zur Techmesse. Unter anderem wollen LG, Metz, Samsung und Sharp entsprechende TVs an ihren Ständen zeigen – das ist insofern beachtlich, da es bis dato praktisch keinerlei Inhalte mit 8K-Auflösung für die superscharfen Screens gibt.

Weitere TV-Trends der IFA 2019 werden flexible OLED-Displays und die zunehmende Bedienung per Spracheingabe sein. Der japanische Hersteller Panasonic will mit einem transparenten OLED-TV begeistern, der sich in Möbel integrieren lässt.

IFA 2019 Ausblick: Zahlreiche Mobile-Premieren in Berlin

Auch die Mobile-Branche nutzt das grösste europäische Technik-Fest traditionell für Neuankündigungen. So wird Marktführer Samsung die IFA 2019 als Bühne für einen Ausblick auf das neueste Smartphone-Flaggschiff «Galaxy Note 10» nutzen. Der Flach-Computer mit Stift-Bedienung wurde letzten Monat im kleineren Rahmen beim «Unpacked»-Event in New York vorgestellt und soll nun in Berlin auf grosser Showbühne vor internationalem Publikum ausgerollt werden.

Acer hat den Launch eines Gaming-Handys zur IFA bestätigt. Nokia hat verschiedene Android-Handys versprochen – eventuell auch mit dem neuesten Android-OS 10.

Von LG erwartet die Szene den Launch eines neuen Topp-Modells der V-Reihe mit 5G und In-Display-Fingerabdruck-Sensor. Die Lifestyle-Marke Honor hat eine IFA-Pressekonferenz angekündigt – man munkelt das Honor 9X könnte in Berlin das Licht der Welt erblicken.

Selbstverständlich ist auch der Honor-Mutterkonzern Huawei in Berlin dabei. Führende Manager des aufstrebenden Riesen aus China halten Keynote-Reden. Auf der Ausstellungsfläche wird wohl das neue «Mate 30 lite» zu sehen sein. Der Mittelklasse-Ableger des Huawei Mate 30 könnte analog zum letzten Jahr sein Debüt vor dem großen Bruder feiern.

Eine spannende Frage im Mobile-Segment wird auch sein, welche faltbare Gadgets die Reise nach Berlin antreten, die Anfang des Jahres auf dem Mobile World Congress in Barcelona als grosse Hoffnungsträger der Branche gefeiert wurden.

Der Marktstart des «Mate X» von Huawei wurde verschoben und für Herbst 2019 – also grob IFA-Zeit – angekündigt. Entsprechend ist es gut möglich, dass das «Mate X» am Stand von Huawei zu finden ist. Rivale Samsung steht mit dem «Galaxy Fold» in den Startlöchern. Nach langer Wartezeit und vielen technischen Problemen könnte nun der Release des gehypten Falt-Handys bevorstehen.

Nicht zu unterschätzen im mobilen Bereich sind auch die Wearables. In diesem Sektor führende Unternehmen wie Garmin, Fitbit, Samsung oder Fossil haben in den letzten Wochen Ankündigungen gemacht, die zweifelsfrei auf der IFA zu bestaunen sein werden. Als ein wichtiger Trend gelten hier aktuell die hybriden Smartwatches.

Das vernetzte Zuhause hinkt hinterher

Auch der zukunftsträchtige Smart-Home-Bereich spielt schon einige Jahre eine Rolle in Berlin. Das Angebot der Produkte für intelligente Heizkörper-, Garagen-, Türöffner- oder Rollladen-Steuerungen wächst rasant. Einen breiten Durchbruch schafften vernetzte Geräte im Zuhause bislang jedoch kaum. Mal abgesehen von einfacheren Lösungen wie Licht-Steuerung oder vernetzte Lautsprecher.

Es bleibt abzuwarten, ob die Branche zur IFA 2019 ihre Versprechen einlösen und Smart-Home-Lösungen präsentieren kann, die einfach zu handhaben und zu installieren sind.

Siemens etwa wünscht sich im Vorfeld der IFA, dass Hausgeräte «vom Werkzeug immer mehr zum interaktiven Assistenten der Menschen» werden sollen und kündigt dazu Backöfen an, die auf Kommando die Türe öffnen, sowie eine Smartwatch, die mit Hausgeräten spricht. Welchen praktischen Nutzen das tatsächlich bringen kann, wird sich auf der IFA 2019 zeigen.

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