Google Pixel 4 Gestensteuerung mit Radar-Sensor

Pixel 4 wir für die Gestensteuerung des Google Phones genutzt
Neue Smartphone-Innovationen vom Googleplex: Googles «Pixel 4», das aller wohl nach im Herbst auf den Markt kommt, wird per Gesten zu steuern sein. Dazu ist in dem kommenden Flaggschiff-Smartphone des kalifornischen Tech-Riesen ein radarbasierter Sensor verbaut, der Bewegungen der Hände von Smartphone-Nutzern ganz besonders präzise tracken können soll. Das neue Pixel-Handy soll ausserdem auch berührungslos über Gesichtserkennung zu entsperren sein.

Pixel 4 ist das erste Smartphone mit Radar

An dem neuartigen Radar zur Erkennung von Gesten arbeitet Google bereits seit fünf Jahren. Die «Soli» genannte Technologie ist eine «Miniaturversion» von Flugradartechnik und sitzt im oberen Bereich des Smartphones. In Verbindung mit speziellen Algorithmen kann der Soli-Sensor kleine Handbewegungen in der Nähe des Geräts erfassen, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag ankündigt.

Ohne das Smartphone zu berühren, können Nutzer dadurch beispielsweise beim Musikhören mit nur einer Geste auf einen anderen Song-Titel wechseln, Anrufe stummschalten oder den Wecker «snoozen». Weitere dieser sogennanten «Motion Sense»-Gesten sollen in Zukunft hinzukommen.

«Motion Sense» für Gestensteuerung

Zum Start im Herbst soll «Motion Sense» im Pixel 4 laut Google in ausgewählten Ländern verfügbar sein. Bislang ist unklar, welche Länder das sein werden. In den USA hat Google von der US-Behörde FCC seit Ende Dezember 2018 eine Sondererlaubnis zum Einsatz der Soli-Radartechnik.
Die Gestenerkennung per Radar soll auch der Gesichtsentsperrung («Face Unlock») zu Gute kommen, die der Tech-Konzern aus dem Silicon Valley zum ersten Mal in einem Smartphone zum Einsatz bringt. Aktuelle Pixel-Phones werden noch per Fingerabdruck entsperrt.

Pixel 4 – Entsperren via Gesicht-Scan

Google zufolge aktiviert der Radar die Sensoren zur Gesichtserkennung, so bald das Smartphone in die Hand genommen wird und entsperrt das Gerät im Anschluss, ohne dass der Nutzer es noch genau ausrichten muss. «Face Unlock» soll «aus fast jedem Winkel» funktionieren, auch wenn das Pixel 4 auf den Kopf gestellt werde.

Die «Face ID» des Apple iPhones funktioniert beispielsweise nur, wenn das Smartphone sich in richtiger Position befindet. Diese Beschränkung der Gesichtsscan-Technik hat Apple allerdings bereits im neuen iPad Pro überwunden, wovon sehr wahrscheinlich auch die kommende iPhone-Generation profitieren wird.

Erstmals auch Dual-Kamera

Vor kurzem hat Google erste Details zur neuen Generation der Pixel-Handys verraten, nachdem die Tech-Gerüchteküche seit Wochen schon brodelt. Demnach baut die Web-Company aus Mountain View erstmals auch Dual-Kamera-Technik in seine kommende Oberklasse, wie dem Pixel 4, ein – bisher setzte der Konzern eher auf ausgeklügelte Software-Optimierungen statt Dual-Kameras oder andere optische Hardware.

Wie erste Produktfotos zeigen, bringt Google auf der Rückseite des Pixel 4 zwei Kameraoptiken (vermutlich für Weitwinkel- und Teleaufnahmen) sowie einen weiteren Sensor und LED-Licht für die Kamera unter.

Der offizielle Launch des Pixel 4 wird im Oktober 2019 erwartet. Doch die frühe Präsentation von Fotos und ersten Details überrascht und legt Spekulationen nahe, dass der Nachfolger des aktuellen Flaggschiffs «Pixel 3» in diesem Jahr sogar früher auf den Markt kommen könnte. Man darf daher auch schon auf die im September in Berlin stattfindende IFA gespannt sein.

Die Präsentation des neuen iPhone 11 wird ebenfalls für Herbst 2019 erwartet.

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