Vorsicht: Billig Smartphones mit Viren verseucht #Android

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Schon wieder hat das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) auf mehreren Billig-Smartphones mit Android vorinstallierte Schadsoftware nachgewiesen.

Erneut gefährliche Schadsoftware in chinesischen Billig-Smartphones entdeckt. Schon beim Kauf von Mobilgeräten ist Vorsicht geboten. Sicherheitsexperten haben in neuen Android-Smartphones verschiedener Hersteller Malware entdeckt. Und diese lässt sich nicht entfernen lädt sogar Banking-Trojaner auf die Geräte.

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt erneut vor günstigen Smartphones verschiedener Hersteller aus China. Diese sollen mit schadhafter Software ausgeliefert werden und Daten ausspionieren.

Durch den Schädling, der in der Systemsoftware der Android-Geräte mitgeliefert wird, können der Sicherheitsbehörde zufolge automatisch weitere Schadprogramme wie gefährliche Banking-Trojaner auf die Geräte geraten und ausgeführt werden.

Vorsicht beim Billig-Smartphone aus China

Die vorinstallierte Malware kann nicht manuell entfernt werden, wie das BSI mitteilt. Nutzer hätten daher keine Möglichkeit, die infizierten Geräte zuverlässig zu bereinigen und ohne Schadfunktionalität zu betreiben.

Entdeckt wurde die Schadsoftware auf vier Smartphones der unteren Preisklasse von chinesischen Anbietern. Aktiv ist der Schädling laut den Sicherheitsexperten auf den Geräten «Doogee BL7000», «M Horse Pure 1» und «Keecoo P11» (mit der Firmware in der Version V3.02). Ferner warnt das BSI vor dem «VKworld Mix Plus» (bei den Firmware-Versionen V3.05 und V3.07), auf denen die Schadsoftware aktiviert werden kann.

Bereits stark verbreitet

Laut dem Bundesamt weisen Verbindungsversuche zu einem maliziösen Server auf eine grössere Verbreitung von Geräten mit der Schadsoftware hin. Netzbetreiber seien über infizierte Geräte in ihren Netzen informiert, so dass sie betroffene Kunden benachrichtigen könnten.

Es sei besonders perfide, wenn vorinstallierte Schadsoftware in der mitgelieferten Firmware auftaucht. Insbesondere würden Antivirenprogramme den Schädling nicht erkennen. Damit haben Nutzerinnen und Nutzern keine Möglichkeit zur Bereinigung, so das Bundesamt. Eine besondere Gefährdung entstehe zudem, wenn das infizierte Smartphone genutzt werde, um sicherheitsrelevante Bereiche im smarten Zuhause wie etwa Fenstersicherung oder Alarmanlage zu steuern.

Smartphone Viren: Geräte nicht mehr benutzen

Die Untersuchungen zeigten, dass IT-Geräte mit vorinstallierter Schadsoftware offensichtlich keine Einzelfälle seien. Nutzern eines der infizierten Geräte empfiehlt das BSI, entsprechende Smartphones so schnell wie möglich auszusortieren und nicht mehr zu verwenden.

Die untersuchten Geräte hat die Sicherheitsbehörde über unterschiedliche Online-Händler bezogen. Einzelne Webshops haben die von der Warnung betroffenen Geräte nach der Kontaktaufnahme durch das BSI nun bis auf Weiteres aus dem Sortiment genommen. Bei Amazon ist das betroffene Geräte «Keecoo P11» nach wie vor für 143 Euro gelistet.

Problem mit Smartphone Viren

Dieselbe Schadsoftware, die unter dem Namen «Andr/Xgen2-CY» bekannt ist, hatte die Sicherheitsbehörde bereits im Februar entdeckt. Unter anderem war der Virus auf dem Tablet «Eagle 804» des Herstellers Krüger & Matz sowie auf den Smartphones Ulefone S8 Pro und Blackview A10 zu finden.

Foto: «Keecoo P11» Smartphone / Hersteller 

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