[TechBusiness] Turnaround: Alcatel-Lucent macht wieder Gewinn – ein bisschen zumindest

Der angeschlagene Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent hat die Trendwende geschafft und im dritten Quartal wieder Gewinn gemacht. Unterm Strich erwirtschaftete der Konzern ein Plus von 25 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit sieht sich der Konzern gut gerüstet, seine Jahresziele zu erreichen.

Wegen der gestiegenen Nachfrage nach neuen Technologien in allen Teilen der Welt stieg der Umsatz um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 4,1 Milliarden Euro. Auch verglichen mit dem zweiten Quartal schnitt Alcatel-Lucent besser ab. Im vierten Quartal sollen die Erlöse weiter steigen, sagte Alcatel-Lucent-Chef Ben Verwaayen.

Der bereinigte operative Gewinn wird für den Zeitraum von Juli bis September mit 61 Millionen Euro angegeben. Damit kommt Alcatel-Lucent auf eine Umsatzrendite von 1,5 Prozent. Im Gesamtjahr will der Konzern eine bereinigte operative Marge zwischen einem und fünf Prozent erzielen. Für den Markt wird ein Wachstum von bis zu fünf Prozent erwartet.

„Ich bin zufrieden mit den guten Fortschritten, die wir bei unserem Umbau machen“, wird Verwaayen in der Mitteilung zitiert. Alcatel-Lucent hatte im zweiten Quartal noch einen Verlust 184 Millionen Euro eingefahren. Der Manager hob besonders die neuen Bestellungen in Nordamerika hervor. Aber auch in den aufstrebenden Ländern Indien, China und Russland seien neue Verträge geschlossen worden. Der Konzern leide aber weiter unter Produktionsengpässen bei den Zulieferern.

Die Fusion von Alcatel und Lucent ist bislang wenig erfolgreich verlaufen. Seit dem Zusammenschluss im November 2006 hat das Unternehmen jedes Jahr einen Verlust eingefahren und tausende Stellen gestrichen. Früheren Angaben zufolge will der Konzern seine Sanierung in zwei Jahren abgeschlossen haben und für 2012 wieder eine Dividende zahlen.

>> Alle Artikel zum „Schwerpunkt TechBusiness“ bei TechFieber

Einen Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.