Gerichtsverfahren: Disney spioniert Kindern mit Internet-Cookies nach

Im Gegensatz zu üblichen HTML-Cookies werden Adobe-Flash-Cookies nicht auf Wunsch vom Browser gelöscht, sondern müssen manuell oder mit Hilfe von Zusatzprogrammen vom Rechner entfernt werden, um die Privatsphäre des Benutzers nicht zu zugänglich zu machen. Die Unbekanntheit und Unhandlichkeit von „Zombie“-Cookies machen sich Werbetreibende und Webseitenanbieter zunutze, und können so eine ganze Reihe an sensiblen Erkenntnissen über ihre Besucher gewinnen.

Eine aktuelle Klage gegen den US-Unterhaltungskonzern Disney (und andere Unternehmen) führt an, dass auf diesem Weg Daten auch von Minderjährigen gesammelt werden, die Aufschlüsse über Lieblings-Internet-Videos, Geschlecht, Alter, Herkunft, Bildungsgrad, Wohnort, sexuelle Orientierung, Lesegewohnheiten, Telefonnummer, Gesundheitszustand und Weiteres geben. Daten, die für das Marketing des betreffenden Unternehmens verwendet und weiterverkauft werden. Der Bundes-Datenschutzbeauftragte weist darauf hin, dass solche Flash-Cookies bereits heute gegen geltendes deutsches Recht verstossen.

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[TechTipp] Um die lästigen Flash-Cookies loszuwerden, besorgt man sich eines der erhältlichen Spezialprogramme oder nutzt diese (extrem langsame) Adobe-Website um dort die Einstellungen für bereits besuchte Webseiten und allgemeine Speicherung zu bearbeiten, so dass vom eigenen PC keine Flash-Cookies mehr angenommen und bereits vorhandene gelöscht werden.

Die erwähnten, selbstwiederherstellenden „Zombie“-Cookies werden üblicherweise unter:

c:\Dokumente und Einstellungen\<aktueller Benutzer>\Anwendungsdaten\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects

gespeichert und können dort auch manuell gelöscht werden.

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