[Medien] Axel Springer Verlag macht 4,3 Prozent weniger Umsatz

XXXXX LogoKrise, Krise, Krise: So auch beim Axel Springer Konzern: Der Verlag hinter der „Bild“-Zeitung hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 4,3 Prozent hinnehmen müssen.

Die Betriebsumsätze sanken um 3,3 Prozent; die Erlöse aus dem Vertrieb von inländischen Zeitungen waren hingegen gestiegen. Insgesamt erzielte Axel Springer im Geschäftsjahr 2009 ein EBITDA von EUR 333,7 Millionen Euro, was einer EBITDA-Rendite von 12,8 Prozent entspricht.

Die Umsatzentwicklung sei durch die tiefe Rezession in den meisten Absatzmärkten des Konzerns belastet worden, erklärte das Unternehmen. Diese habe sich vor allem in einem massiven Einbruch der Werbekonjunktur, aber auch in einer Zurückhaltung der Konsumenten niedergeschlagen.

Bei den Werbeerlösen habe Axel Springer unter anderem von der starken Marktposition von «Bild» profitiert, deren Werbeerlöse nahezu auf Vorjahresniveau gelegen hätten. Insgesamt seien die Werbeerlöse um 8,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesunken. Die starke Präsenz von Axel Springer in den konjunkturell besonders belasteten osteuropäischen Märkten habe in Verbindung mit Währungseffekten zu einem deutlichen Rückgang der Auslandserlöse geführt, hieß es weiter.

Im laufenden Geschäftsjahr geht der Konzern nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner von stabilen oder leicht steigenden Umsätzen aus, vor allem aufgrund des Wachstums aus dem digitalen Bereich. Die finanziellen Spielräume sollen ähnlich wie im Jahr 2009 für gezielte Verstärkungen in Wachstumssegmenten genutzt werden, sagte Döpfner.

2009 habe Axel Springer im inländischen Printgeschäft Marktanteile hinzugewonnen, und die digitalen Medien des Konzerns hätten mit kräftigem Wachstum und einer Ergebnisverdopplung maßgeblich zum Geschäftserfolg beigetragen. «Wir kommen mit unserer auf Reichweite zielenden Strategie sehr gut voran und setzen bei zentralen Themen wie Bezahlinhalten im Internet konsequent auf Offensive», sagte Döpfner.
Zu stärkerer Bedeutung gelangten die digitalen Medien des Verlages, die ein kräftiges Wachstum der Erlöse und eine Verdopplung des Ergebnisses erzielen konnten.

tf/dts/ddp
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