Gmail: Iran blockiert Google Mail

Google Mail Gmail„iMail statt GMail“: Die Reformbewegung in Iran kommt nicht zur Ruhe. Das gilt sehr zum Missfallen der Regierung in Teheran vor allem auch für das Internet. Nun plant die iranische Regierung den virtuellen Stimmen der Regimekritiker im Netz den Garaus zu machen – und will den Zugang zum Google E-Mail-Dienst „Gmail“ (bzw. „Google Mail“) kappen.

Dafür soll ein alternativer iranischer – sprich staatlich kontrollierbarer – E-Mail-Service aus der Taufe gehoben werden.

Über entsprechende Pläne berichtet heute das «Wall Street Journal» in Berufung auf informierte Kreise. Mit dem Iran-Email-Dienst wolle man schließlich insbesondere „Vertrauen zwischen Volk und Regierung» fördern, wie iranische Beamte vom „WSJ“ zitiert werden.

Seitens der USA bzw. Google konnte bislang nicht bestätigt werden, ob der Google-E-Mail-Dienst tatsächlich suspendiert werden soll. «Die iranische Regierung scheint entschlossen, ihren Bürgern den Zugang zu Informationen zu verwehren und Möglichkeiten zu verweigern, sich frei auszudrücken und Ideen auszutauschen», wird aber ein Sprecher zitiert.

GMail ist der Zeitung zufolge einer der populärsten westlichen E- Mail-Dienste im Iran. Internet-Kommunikation wie über Twitter und Soziale Netzwerke wie Facebook spielen eine wichtige Rolle für vor allem jüngere Regierungsgegner in Iran, um untereinander und mit dem Ausland in Verbindung zu bleiben und Informationen auszutauschen. So hieß es auf Internetseiten der Opposition, zu den Protesten aus Anlass des Jahrestages der islamischen Revolution am Donnerstag würden landesweit Millionen von Menschen erwartet.

Die Ankündigung der iranischen Telekom-Behörden, GMail sperren zu wollen, kam am Vorabend der Staatsfeiern zum 31. Jahrestag der islamischen Revolution, zu denen neue Massenproteste von Regierungsgegner erwartet werden.

tf/mei/dpa
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