Polit-Nonsense: CDU-Politiker fordern Jugendschutz-Filter für Digital-TV

CDU fordert Jugendschutz Filter Digital-TV
Irrwitziger Vorstoß einer Gruppe von Unions-Politiker von der (vor-)letzten Reihe: Medien- und Jugendpolitiker der Union wollen laut der heutigen Ausgabe der «Rheinischen Post» die Anbieter von digitalem Fernsehen zum Einbau eines Jugendschutzfilters zwingen. Dies geht aus einem Brief der Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CSU), Wolfgang Börnsen und Thomas Jarzombek (beide CDU) an die rheinland-pfälzische Staatskanzlei vor, wie die in Düsseldorf erscheinende «Rheinische Post» (Dienstagausgabe) berichtet.
Demnach sollen Hersteller von Festplattenrekordern oder DVBT-Receivern per Codesystem eine «digitale Alterskennzeichnung» für TV-Programme einbauen. Eltern könnten so beispielsweise per Knopfdruck nur Sendungen mit einer Altersfreigabe ab 12 oder 16 Jahren freischalten.

Die Forderung dieser profilierungswilligen CDU-Hinterbänkler kommt einem nach dem Internet-Blockade-Gesetzentwurf von Ursula von der Leyen („Zensursula“) aus dem letzten Jahr bekannt vor – kommt aber nun eben mit dem neuen Etikett „Digital-TV“ daher und ist ganz genauso sinnfrei wie der Web-Sperrungs-Vorstoß. Denn die geforderten Codesysteme für Festplattenrekorder oder DVBT-Receiver sind ebenso schnell und einfach zu knacken wie halbherzig blockierte Webseiten.

[Photo: Samsung PR]

One Response

  1. Thomas Jarzombek 26. Januar 2010
  2. Pingback: bauernhof 26. Januar 2010

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