
Die Massenentlassungswelle im Silicon Valley rollt weiter: Jüngstes Opfer ist der Software-Pionier Adobe (nach Electronic Arts gestern sowie beim Telekom-Riese Sprint Nextel).
Das Unternehmen, bestens bekannt für Software-Klassiker wie den Adobe „Reader“, „Photoshop“ oder die Multimedia-Software „Flash“, streicht sehr zum Unmut von Präsident und CEO Shantanu Narayen (Bild oben) gut 680 Jobs.
Denn auch in der Adobe-Zentrale in Santa Clara muss gespart werden – die Stellenstreichungen sollen 71 Millionen Euro einsparen, um Gewinn-Rückgänge ausgleichen zu können.
Insgesamt baut Adobe damit gut neun Prozent der Gesamt-Belegschaft ab.
Laut Konzernsprechern sind von den Stellenkürzungen keine Mitarbeiter des im September für 1,8 Milliarden Dollar übernommenenden Web-Analyse-Spezialisten und -Vermarkters Omniture betroffen.
Das Geschäft von Adobe befindet sich seit Monaten auf Talfahrt: Adobes Gewinn ist im letzten Quartal um gut 30 Prozent auf 136 Millionen US-Dollar eingeknickt; der Umsatz fiel um über 20 Prozent auf knapp unter 700 Millionen US-Dollar.
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