Krise: Blockbuster Video will 960 Filialen schließen

Blockbuster Video

Internet kills the Video Star: Es sieht nicht gut aus für die gute alte Videothek um die Ecke. Internet-Videos, Video-on-demand-Dienste und DVD-Versand-Services wie Netflix setzen amerikanischen Videoverleihern immer mehr zu.

Besonders zu spüren bekommt das der US-Riese Blockbuster Video mit Hauptsitz in Texas, der in quasi jedem US-Kaff eine Filiale betreibt und nun mehr und mehr in die roten Zahlen rutscht.

Jüngst von dem börsennotierten Unternehmen bei der US-Finanzaufsicht SEC eingereichten Dokumenten zufolge ist jede fünfte Blockbuster-Filiale defizitär (um exakt zu sein, 18 Prozent aller stationären Blockbuster-Videotheken). Entsprechend will man nun zurückrudern und bis Ende kommenden Jahres 960 Filialen dichtmachen. Und es könnte noch schlimmer kommen: Bis zu 1560 Blockbuster-Videotheken könnten den SEC-Unterlagen zufolge geschlossen werden. 22 Prozent aller Geschäfte wären damit am Ende.

Auch Blockbuster versucht sich an einem Umbau seines Stammgeschäftes und forciert DVD-Ausleih-Kiosksysteme wie „TotalAccess“ und Video-on-demand-Services („BlockbusterOnDemand“). Bislang jedoch nur mit bescheidenem Erfolg.

Blockbuster Inc. lebt neben dem Verleih und Verkauf von DVDs auch von Blu-Ray-Disks und Videospielen und unterhält über 5.000 Filialen in den USA; außerhalb der Staaten betreibt Blockbuster (teilweise unter anderen Namen) über 3.000 weitere Filialen, darunter in Kanada, Brasilien, Großbritannien, Dänemark, Irland und Australien.

[Link] [Photo: Travdir]

One Response

  1. Stephano 16. September 2009

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