Zwist um Bücher-Digitalisierung: Justizministerin Zypries attackiert Google Books

stack of books, Ballard, Seattle, Washington by Wonderlane.

Im Streit um die weltweite Digitalisierung von Büchern legt sich Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erneut mit Google an. Die SPD-Politikerin bescheinigt Google in einem Interview mit den „Stuttgarter Nachrichten“ schlicht rechtswidriges Verhalten.

„Google sagt: Wir scannen erst mal, schaffen Fakten, und wenn es einen Urheber stört, dann kann er sich ja melden“, wettert die Ministerin gegen die Vorgehensweise des kalifornischen Web-Riesen – und warnt gleichzeitig vor einer Monopolstellung des Internet-Giganten aus Mountain View bezüglich der Digitalisierung von Büchern.

Auch auf EU-Ebene hat man Google Books längst zur Chefsache erklärt: Die Medienkommissarin Viviane Reding verhandelt derzeit mit dem Online-Konzern und strebt eine europäische Lösung an – um zu verhindern, dass Google mit jedem europäischen Land Einzelabkommen abschließt. Und es sieht ganz danach aus, als würde sich ein Kompromiss zwischen der EU und Google anbahnen, der Internet-Pionier ist angesichts der massiven Kritik zum Einlenken bereit und so wird darüber diskutiert, dass Vertreter europäischer Verlage an der Beaufsichtigung von Google Books beteiligt werden sllen. Allerdings: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wies die Vorschläge allerdings als nicht ausreichend zurück.

[Photo: Wonderlane]

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