Wahlmanipulation bekämpfen: Facebook will helfen

29. März 2019 | by Jochen Siegle

Wahlmanipulation bekämpfen, Facebook will helfen

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundesamt für IT-Sicherheit will das soziale Netzwerk Facebook einer Beeinflussung der Wahlen zum EU-Parlament entgegentreten.

Facebook poliert weiter an seinem Image und hat eine Kooperation mit dem deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) angekündigt. Wie im Rahmen der Digitalkonferenz DLD in München bekannt wurde, möchte der Internetkonzern eng mit der deutschen Behörde und auch anderen europäischen Regierungen zusammenarbeiten.

Mit dem BSI etwa sei Facebook eine strategische Zusammenarbeit eingegangen, erklärte Facebooks Vize-Chefin Sheryl Sandberg bei der DLD-Konferenz.

Facebook Wahlmanipulation: Bedrohung durch Cyberangriffe und Fake News

Schon seit Sommer letzten Jahres warnt die EU-Kommission vor der Bedrohung durch Hackerattacken und Beeinflussung der öffentlichen Meinung bei der anstehenden Europawahl mithilfe von im Internet gezielt verbreiteten Fake News.

Die EU-Kommission rief die Mitgliedstaaten dazu auf, sich gegen Cyberangriffe und Desinformation zu wappnen. Insbesondere forderte die EU-Kommission auch von den grossen Web-Plattformen, Fake News und Facebook Wahlmanipulation konsequenter zu bekämpfen.

Mehr Transparenz bei politischer Werbung

Facebook will nun in den EU-Mitgliedstaaten unter anderem schärfere Richtlinien für politische Werbeanzeigen einführen, wie sie in den USA bereits angewandt werden. So muss etwa, wer Werbekampagnen mit politischen Inhalten auf Facebook positionieren will, seine Identität und seinen Standort nachweisen.

Jede politische Anzeige soll ausserdem über eine öffentliche Datenbank bis zu sieben Jahre einzusehen sein. In Europa sollen entsprechende «Anzeigen-Transparenz-Tools» noch vor Mai verfügbar gemacht werden, wie der Konzern letzte Woche ankündigte. Bis Ende Juni sollen die verschärften Regeln weltweit eingeführt werden.

Foto: japanexperterna.se via Flickr/cc

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Comment (1)

  1. Thomas Fedeneder says:

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ausgerechnet Facebook da der richtige Partner für das Vorhaben ist.

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