[IFA] Fraunhofer-Institut entwickelt interaktives Schaufenster

6. September 2011 | by Bianca Appelmann

Immer wieder interessant ist auf Elektronikmessen der Besuch des Fraunhofer-Instituts. Besonders in diesem Jahr, denn auf der IFA ist durch all die 3D-Fokussierung eine eher an einen Jahrmarkt erinnernde Stimmung greifbar. Da ist man froh, wenn freundliche, wirklich nur ganz leicht nerdige Menschen einem neue Entwicklungen erklären, für die das gesamte Nutzungsspektrum oft noch gar nicht feststeht, sondern noch entdeckt werden kann beziehungsweise muss.

Unter dem Stichwort „berührungslose Interaktion“ stellt das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut auf der IFA ein Verfahren vor, das eine Verwendung beispielsweise als interaktives Schaufenster finden könnte. Vier kleine Infrarotkameras erfassen die Hände und Finger, die Bildverarbeitungssoftware erkennt die räumliche Position eines oder mehrerer Finger. In Echtzeit, wird betont.

Aus den daraus resultierenden 3D-Koordinaten werden nun Computerbefehle gestrickt. So könnte man etwa auch nach Ladenschluss bei einem Schaufensterbummel detaillierte Infos über die angebotenen Waren erhalten. Noch hakt die Technik allerdings ziemlich, wie wir beim Ausprobieren festgestellt haben, vor allem wenn man sich (wie ich) beim Gestikulieren unterhält und (unbewusst) Gesprächsgesten einfließen lässt. Verwirrt die armen Kameras total.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten könnten aber auch weit über ein unterhaltendes Maß hinausgehen, steriles Arbeiten im OP wäre so eine Möglichkeit. Aber auch die hygienische Präsentation von Museumsexponaten wäre so denkbar – vor allem mit dem Hintergedanken der Sicherheit dieser Exponate vor Vandalismus. Aber das kann Jahre in Anspruch nehmen.

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