Web-Video-Zoff: Gema und YouTube könne sich nach wie vor nicht einigen

31. Oktober 2009 | by TechFieber.de

YouTube-screenshot Tokio Hotel.

Das juristische Gezanke um Musikvideos im Internet in Deutschland hält weiter an. Im Streit zwischen dem deutschen Musikrechteverwerter Gema und der zu Google gehörenden Internet-Video-Plattform YouTube um die Bezahlung von Musikvideos gibt es weiter keine Einigung.

Es habe «konstruktive und angenehme Gespräche» gegeben, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel» vorab unter Berufung auf Verhandlungskreise. Jedoch gebe es auch nach einem Spitzentreffen zwischen Google-Europachef Philipp Schindler und Gema-Chef Harald Heker noch einiges zu klären.

Ursprünglich hätten beide Parteien sich zum Ziel gesetzt, bis Ende Oktober eine Lösung zu finden. Die Gema fordert eine «angemessene Vergütung» für Videos der von ihr vertretenen Künstler.

Ein Vertrag zwischen YouTube und der Verwertungsgesellschaft war bereits zum 31. März ausgelaufen. Darin war vereinbart, wie viel der Plattformbetreiber pro abgespieltem Stream an die Gema zahlt. Diese forderte danach einen Cent für jeden Stream, was Google zu viel war.

Unterm Strich geht es um sehr viel – und zwar nicht nur um Geld, sondern um die besten Plätze im rasant wachsenden Internet-Video-Markt. Und vor allem der Musikvideo-Sektor ist äußerst vielversprechend:

Wie Studien belegen, rufen junge Leute mittlerweile mehr Musikvideo-Clips beim Internet-Portal YouTube ab, als sie beim Musikfernsehsender MTV anschauen. Ipsos MediaCT hat herausgefunden, dass 57 Prozent junger Briten im Alter zwischen 15 und 24 Jahren Musikvideos bei YouTube anschauen – nur 56 Prozent schauten Musikvideos im konventionellen Fernsehen. (ar/tf/ddp)

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Comment (1)

  1. […] Spiegel hatte es zuerst berichtet, und viele andere sind dem Beispiel gefolgt. Sie alle haben die Neuigkeit kundgetan, dass im Streit zwischen […]

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