
Die Marktforscher der NPD Group haben nachgezählt und dabei das Erfolgsgeheimnis von Apple entdeckt: In den USA trugen im Juni 91 % aller verkauften Notebooks über 1000 US-Dollar (~ 700 €uro) das Apfel-Logo. Im Mai waren es noch 88 % gewesen, Anfang 08 nur 66 %.
Im Klartext heisst das: Apple beherrscht den US-Notebook-Markt oberhalb des Billig-Segments. Wer was Vernünftiges will, kauft sich ein Macbook. Daran ändern die Windows Laptop Hunter auch nichts, im Gegenteil: Microsoft hat viel Geld dafür ausgegeben, um alle Windows-Laptops als Billigheimer darzustellen. Das Ergebnis sehen wir jetzt, in harten Zahlen.
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Als ich mein erstes Notebook gekauft habe, kostete es 1200 Euro. Nach Lesart der NPD-Group muss das ein Professional-Gerät gewesen sein – auch wenn es nur eine 20GB-Platte, 128 MB RAM, ein Zwölfzoll-Display und ein simples CD-Laufwerk hatte und von Acer kam. Schließlich lag es im Profi-Marktsegment von über 1.000 Euro. Das Notebook, das ich aktuell benutze, hat etwas mehr als die Hälfte gekostet. Nach Einstufung der NPD-Group muss es sich dabei um ein Consumer-Billigteil handeln, obwohl es ein 15-Zoll-Modell mit 160-GB-Platte, einem Gigabyte RAM und einem DVD-Multimode-Laufwerg ist und obwohl “IBM Thinkpad” draufsteht.
Leute, wovon träumt Ihr eigentlich nachts?
In den letzten Jahren hat also Apple seinen Marktanteil bei Notebooks mit einem Preis von über 1.000 Dollar auf sagenhafte 91 Prozent erhöht. Kann das nicht vielleicht auch ein bisschen daran liegen, dass heute niemand außer komplett schmerzfreien Apple-Jüngern bereit ist, für ein Notebook mehr als 1.000 Euro auszugeben? Man muss es ja auch nicht: Consumer-Kisten gehen bei 300 Euro los, und für 750 Euro bekommt der Businessman alles, was er jemals brauchen wird.
Computer werden – vielleicht hat sich das bei den NPD-Jungs noch nicht rumgesprochen – immer billiger. Auch Business-Modelle. Die Statistik der NPD-Group sagt nur eins aus, und das ist wirklich nicht neu: Apple-Computer sind immer noch teurer als gleichwertige Geräte anderer Hersteller.