Amazon-Chef Bezos entschuldigt sich für eBook-Löschung

24. Juli 2009 | by TechFieber.de

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Der Amazon-Chef Jeff Bezos lenkt ein – und entschuldigt sich demütig für die Löschung von elektronischen Büchern vom Amazon-eBook-Lesegadget Kindle. Die Löschung der Digital-Bücher von ahnungslosen Kindle-Eignern sei „dumm und gedankenlos“ gewesen, schreibt der Firmenchef Bezos, der sich auch gerne als Vater des populären eBook-Gadgets bezeichnen lässt, auf einer offiziellen Amazon-Community-Webseite (siehe unten).

Amazon hatte vergangene Woche legal erworbene (sprich offiziell über Amazon bezahlte) eBooks von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht – betroffen waren ausgerechnet die Romane „1984“ und „Animal Farm“ des britischen Schriftstellers George Orwell. Die Web-Welt lief Sturm.Amazon rechtfertigte die Löschaktion mit der Begründung, dass die Bücher von einem Drittanbieter namens MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden seien, der die dazu nötigen Rechte nicht besaß.

Durch die drahtlose Verbindung des Kindle konnte Amazon die digitalen Bücher einfach von den Kindle-eBook-Lesegeräten der Kindle-Eigner löschen.

Entschuldigung von Jeff Bezos:

Jeffrey P. Bezos says:
This is an apology for the way we previously handled illegally sold copies of 1984 and other novels on Kindle. Our „solution“ to the problem was stupid, thoughtless, and painfully out of line with our principles. It is wholly self-inflicted, and we deserve the criticism we’ve received. We will use the scar tissue from this painful mistake to help make better decisions going forward, ones that match our mission.

With deep apology to our customers,

Jeff Bezos
Founder & CEO
Amazon.com

[Link]

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Amazon Kindle Photo Gallerie


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Kommentare (2)

  1. Tja, wie schreibt die Frankfurter Rundschau so treffend: Wie leicht es Amazon gefallen ist, die betreffenden Bücher zu löschen, verdeutlicht den gravierenden Nachteil, den E-Books gegenüber physischen Büchern hinsichtlich ihrer Haltbarkeit, Archivierbarkeit und Manipulationssicherheit besitzen.

  2. codecram says:

    Sofern ich das richtig verstanden habe ist die Entfernung von Inhalten von dem E-Book-Reader ja auch gar nicht durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kindle abgedeckt. Kein Wunder gibt sich der Firmenchef nun so zahm.

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