Oder mehr. Auf dem aktuellen, 28sten Kongress des Chaos Computer Club in Hamburg, stellte Sicherheitsforscher Karsten Nohl die im Laufe des Dezembers bekannt gewordenen offiziellen Zahlen zusammen.
Demnach sind von deutschen Ermittlungsbehörden mindestens 440.783 sogenannte “stille SMS” verschickt worden; ein Signal, das nur dazu dient, den Aufenthaltsort des Mobiltelefons und seines Besitzers festzustellen. Den Löwenanteil solcher Anfragen stellt übrigens nicht etwa das Bundeskriminalamt, sondern der Zoll.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Telekommunikationsüberwachung (um eine solche handelt es sich hier) bereits auf “besonders schwere Straftaten” eingegrenzt hatte, stellt sich hier die Frage, ob deutsche Behörden nicht massenhaft den gesetzlichen Rahmen überschreiten und damit illegal handeln. Hinzu kommt, dass der Militärische Abschirm Dienst sowie die Bundespolizei keine Zahlen bekannt gaben.
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