Klimakrise: Wasserstoff-Autos könnten zumindest ein Lösungsansatz sein / Foto: Toyota Mirai
Klimakrise: Wasserstoff-Autos könnten zumindest ein Lösungsansatz sein / Foto: Toyota Mirai

In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht wurde, stellen Dr. Andrea Baronchelli und seine Kollegen fest, dass die Zahl der Tweets von Klimaskeptikern im Internet aufgrund zunehmender „rechtsgerichteter Aktivitäten“ stark ansteigt.

Laut einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht wurde, wächst die Klimaskepsis auf Twitter viermal so schnell wie die Anerkennung des Klimawandels.

Besonders viele Tweets von Klimawandel-Leugnern während der COP26

Die Studie mit dem Titel „Growing polarization around climate change on social media“ (Wachsende Polarisierung rund um den Klimawandel in den sozialen Medien) wurde von Dr. Andrea Baronchelli, Dozent für Mathematik an City University of London und Leiter der Token Economy am Alan Turing Institute, mitverfasst.

In einer Analyse von Tweets, die sich über den Zeitraum von 2014 bis 2021 während der jährlichen Vertragsstaatenkonferenzen (COP) erstreckten, stellten die Forscher fest, dass Tweets von Klimawandelleugnern während der COP26 16 Mal häufiger geteilt wurden als während der COP21.

Die Autoren der Studie legen nahe, dass dieser Anstieg der klimaskeptischen Tweets durch die zunehmende Aktivität der Rechtsextremen gegen Klimaschutzmaßnahmen angeheizt wurde.

Die Studie zeigte, dass die Polarisierung auf Twitter in Bezug auf das Klima während der COP21 insgesamt gering war, und identifizierte 2019 als ein Schlüsseljahr, in dem die Klimawandelskepsis auf Twitter zunahm.

Online-Klima-Skepsis boomt leider

Ein möglicher Grund für den Anstieg in den letzten Jahren könnte laut den Forschern eine Gegenreaktion gegen Klimaaktivistengruppen wie Extinction Rebellion und Just Stop Oil sein, die mit ihren Aktionen auf die Krise aufmerksam machen.

Für Dr. Baronchelli ist die deutliche Zunahme der Klimawandelleugnung im Internet äußerst besorgniserregend:

„Soziale Medien können wie eine Echokammer wirken, in der Vorurteile verstärkt werden. Es ist daher wichtig, dass die Regulierungsbehörden weiterhin nach Möglichkeiten suchen, um sicherzustellen, dass die online verbreiteten Inhalte vertrauenswürdig sind“.

Wirksame Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise

Professor Mark Girolami, leitender Wissenschaftler am Alan Turing Institute, erklärte:

„Schnelle und wirksame Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise sind in hohem Maße von einem breiten internationalen Konsens und der Zusammenarbeit abhängig. Die zunehmende Polarisierung im Internet könnte zu einer politischen Blockade führen, wenn sie die Ablehnung von Klimamaßnahmen schürt. Die politischen Entscheidungsträger sollten sich überlegen, was genau die Ursache für die zunehmende Skepsis im Internet ist, und Wege finden, um ihr entgegenzuwirken.“

Die Autoren sind der Meinung, dass Gruppen, die sich gegen Klimaschutzmaßnahmen aussprechen, den Vorwurf der Heuchelei nutzen, um Klimagipfel zu diskreditieren und Klimaschutzmaßnahmen zu verzögern.