Sonos Roam im Hands-On: Der nahezu perfekte mobile Speaker

Der Audio-Spezialist Sonos ist nach wie vor bekannt für drahtlos vernetzte Lautsprecher. Doch im Bluetooth-Bereich hatte das Unternehmen aus Kalifornien bisher lange gezögert: Erst vor zwei Jahren präsentierten sie mit dem Sonos Move das erste Outdoor-Modell.

Auch wenn der Move kraftvollen Sound bot, so richtig mobil war das Gerät nicht. Denn mit seinen drei Kilogramm Gewicht trug man den Speaker allenfalls auf die eigene Terrasse oder in den Garten des Nachbarn.

Das hat sich jetzt geändert: So klein war Sonos noch nie. Die Audio-Spezialisten haben mit dem Roam das erste Modell ihrer Serie im Angebot, das auch außerhalb des eigenen Hauses oder der Wohnung funktioniert. Der Grund: Der neue Sonos Roam wiegt nur 430 Gramm und ist mit 168 x 62 x 60 Millimetern wirklich kompakt.

Damit passt er locker in jeden Rucksack oder jede Umhängetasche. Selbst an einem Fahrrad können Sie den Mini-Speaker bequem am Lenkrad befestigen und damit z.B. zu Freunden oder an einen See fahren. Der kleine Sonos kostet mit 179 Euro zwar deutlich mehr als andere Bluetooth-Modelle, aber dafür bietet er auch mehr Extras.

Leichte Einrichtung, vielseitige Verbindung

Der Clou: Für den Roam ist Bluetooth nur eine der möglichen Übertragungswege. Sobald sich das Gerät in der Nähe des heimischen WLAN befindet, verbindet es sich automatisch mit diesem Funknetz und wird, wenn man sogar andere Sonos-Modelle im Haushalt hat, Teil eines großen Multiroom-Netzes.

Der elegante Netzwechsel funktioniert natürlich auch umgekehrt, sobald man mit dem Lautsprecher das Haus verlässt. Die Einrichtung des Sonos Roam geht schnell und unkompliziert.

Man benötigt dafür die kostenlose, aktuelle S2-Version App des Herstellers. Über diese Anwendung werden sämtliche Lautsprecher, Subwoofer und Soundbars des Herstellers verwaltet, sofern man weitere besitzt. So kann man den Sonos Roam auf zwei Arten nutzen: als Multiroom-Lautsprecher mit Sprachsteuerung und als mobile Bluetooth-Box. Man kann auch zwei Roams zu einem Stereopaar koppeln, das klappt allerdings nur im WLAN-Netz. Der Roam unterstützt WLAN, Apples Airplay 2 und Bluetooth, um Musik wiedergeben zu können.

Damit sind sowohl Android- als auch iPhone-User gut bedient. Zusätzlich unterstützt Sonos mittlerweile die meisten Musikstreaming-Dienste – von Apple Music über Spotify, Deezer, Audible bis hin zu Radio ist fast alles dabei. Das ist auch eine der großen Stärken des Sonos-Systems.

Guter Klang

Das Wichtigste bei einem Lautsprecher ist natürlich der Klang – und der ist angesichts der kompakten Maße wirklich klasse. Der Sound ist klar, vor allem die Höhen sind detailreich. Im Inneren der kleinen Box sitzt ein Zweiwegesystem. Eine Kalotte gibt die Höhen wieder, eine ovale Membran steuert Mitten und tiefe Töne bei.

Natürlich kann der Roam nicht mit einem Sonos One oder gar den größeren Modellen mithalten. Dennoch: Mit der Mini-Box kann man problemlos ein Wohnzimmer beschallen, und verglichen mit einem Echo ist der Roam ein ganz anderes Level. Der Sound wirkt auch deshalb besonders klar, weil der Roam seinen Klang durch die Funktion „Trueplay“ permanent an die Umgebung anpasst.

Dabei analysieren die integrierten Mikrofone permanent die Audio-Reflektionen, der Lautsprecher passt den Klang an die entsprechenden Bedingungen an.

Der Roam hat eine besondere Form, er sieht aus wie eine dreieckige Säule mit abgerundeten Kanten, eine Abdeckung mit vielen feinen Löchern lässt den Schall nach außen. Der Lautsprecher kann die Musik stehend oder liegend spielen. Die Bedienfläche befindet sich am Kopfende. Darunter sitzen die bekannten Elemente: Drucktasten für die Lautstärke, zum Start oder zur Unterbrechung des Musikprogramms und zur Stummschaltung des eingebauten Mikrofons. Die weichen Grenzflächen schützen vor Staub und Spritzwasser.

So kann man den Bluetooth-Lautsprecher auch an den Strand mitnehmen. Dafür sollte er robust und vor allem wasserabweisend sein. Der Sonos Roam ist IP67-zertifiziert, er kann also ein Wasserbad in einem Meter Tiefe locker überstehen. Nettes Extra: Eine coole Funktion beim Roam ist Sound Swap. Damit kann man seine Musik vom Roam direkt auf den nächstgelegenen Lautsprecher zu übergeben. Dazu muss man nur etwas länger die Play-/Pause-Taste drücken.

Kabellos oder via USB-C laden

Die nötige Energie bezieht das Gerät aus einem Akku, der bis zu 10 Stunden durchhält. Zum Laden des Akkus dient ein mitgeliefertes USB-C-Kabel. Während manche Hersteller noch immer auf proprietäre Ladekabel oder das längst veraltete MicroUSB setzen, nutzt Sonos beim Roam dagegen auf USB-C – und das ist gut.

Denn dieser Stecker kommt bereits bei modernen Notebooks, Kameras, Tablets und Smartphones zum Einsatz – und wird sich weiter durchsetzen. Außerdem kann der Roam auch kabellos geladen werden. Dazu muss man nicht unbedingt das Sonos-Zubehör (ca. 49 Euro) kaufen, auch andere Qi-Ladeplatten nach Induktionsstandard Qi funktionieren. Anders als im größeren Move lässt sich der Energiespeicher allerdings nicht wechseln.

Fazit Sonos Roam im Hands-On Test:

Der Sonos Roam bietet einen sehr guten, kraftvollen Klang, hohe Flexibilität. Die mühelose Einrichtung und Steuerung sowie neue intelligente Funktionen machen es einfacher denn je, Musik an jedem Ort zu genießen – und all das bei kompakten Maßen. Besser geht’s nicht.

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