Internet Archive: WWW-Zeitmaschine liefert Kontext

Internet Archive: WWW-Zeitmaschine liefert Kontext

Zeitreisen im Web: Das Internet Archive bietet unter Waybackmachine.org die Möglichkeit, seit den 1990er Jahren archivierte Versionen zahlloser Webseiten aufzurufen. Jedoch: Nur weil etwas im Internet Archive gespeichert wurde, bedeutet das noch lange nicht, dass es vollständig oder wahr ist. Darauf will das gemeinnützige Netz-Archiv von nun an häufiger hinweisen.

Das ist praktisch, wenn gesuchte Inhalte geändert, verschoben oder gelöscht wurden. Es hilft aber nicht dabei weiter, einzuordnen, ob diese Inhalte falsche Aussagen enthalten oder in die Irre führen.

Internet Archive liefert weitere Quellen

Deshalb blendet die Wayback Machine ab sofort auf archivierten Seiten, zu denen wichtige ergänzende Informationen vorliegen, ganz oben ein gelbes Hinweisband ein. Darin finden sich etwa Links zu weiteren Quellen, die den Kontext erklären oder einordnen. Es kann aber auch sein, dass dort auf einen externen Faktencheck verwiesen oder der Hinweis gegeben wird, dass die Ursprungsseite etwa den betreffenden Text selbst wieder zurückgezogen hat.

Wayback Machine: Digital-Zeitreisen durch das WWW

Das gemeinnützige Internet Archive speichert nicht nur das Internet – inzwischen sind schon fast 500 Milliarden Seiten zusammengekommen -, sondern alle erdenklichen digitalen Kulturgüter: Musik, Filme, Software, eingescannte Bücher, Games, sogar Malware der 80er und 90er Jahre – mit dem Ziel, alles zu erhalten und frei zugänglich zu machen. Oben im Bild ist ein Screenshot von spiegel.de aus dem Jahr 2003 aus der „Wayback Machine“ zu sehen.

Kleiner Rückblick in eigener Sache: Ich habe Brewster Kahle, den Gründer der San Franciscoer Non-Profit-Initiative und Mastermind hinter dem Online-Projekt vor einigen Jahren für den Spiegel interviewt.

 

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