Wohlfühlfaktor Facebook: Macht Social Media glücklich?

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Wer besonders mit seinen erreichten oder vielmehr nicht-erreichten Lebenszielen hadert, hat ein stärkeres Bedürfnis, sich auf Facebook einzuloggen. Die soziale Internetplattform wird in dem Fall genutzt, um sich in eine bessere Gefühlslage zu versetzen. Auf diesen Zusammenhang weisen die Ergebnisse einer Studie hin, die Dr. Phillip Ozimek vom Fachbereich Sozialwesen der FH Münster mit durchgeführt hat.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Werner Bierhoff und Katharina Hamm, von der Ruhr-Universität Bochum, hatte der Nachwuchsprofessor für Sozial- und Medienpsychologie insgesamt 355 Facebook-User per Online-Fragebogen zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Menschen mit Schwierigkeiten in der Emotionsregulation dazu neigen, Facebook intensiver zu nutzen“, erklärt der Wissenschaftler.

„Wem es nicht so gut gelingt, seine Gefühle selbst zu steuern, nutzt soziale Plattformen sozusagen als Hilfsmittel, um sich kurzfristig besser zu fühlen.“ Eine weitere Einflussgröße sei die soziale Vergleichsorientierung: „Menschen, deren Selbstwertgefühl stark vom Vergleich mit anderen abhängt, nutzen Facebook und Co. häufiger“, so Ozimek. „Denn soziale Plattformen bieten unzählige Möglichkeiten sich selbst zu präsentieren und mit anderen zu vergleichen.“

Einen Überblick über die gesamte Studie bietet ein aktuell in der Online-Fachzeitschrift „Current Psychology“ erschienener Artikel, abrufbar.

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