Neue Alexa Geräte: Amazon Sprachsteuerung soll omnipräsent sein

Der US-Webriese Amazon bringt eine ganze Reihe neuer Alexa-Geräte heraus und kündigt neue Funktionen des digitalen Sprachhelfers an. Die Sprachsteuerung sitzt künftig auch in Brillen oder Fingerringen. Und wärmt gar das Essen auf.

Amazons Sprachsteuerung soll in noch mehr Räumen des Zuhauses Einzug halten und auch unterwegs bequem zu Diensten sein. Der Online-Riese hat rechtzeitig vor dem branchenwichtigen Weihnachtsgeschäft eine ganze Reihe neuer Alexa-Geräte präsentiert. Diese sollen Alexa herbeirufen und Nutzer im Alltag unterstützen. Auch bei den Funktionen des künstlich intelligenten Sprachsystems hat das US-Unternehmen nachgelegt.

Künftig kann der digitale Sprachhelfer auf Zuruf etwa schneller, langsamer oder in deutscher Sprache im Flüstermodus sprechen. Nutzer können Alexa auch mit der Stimme eines Promis antworten lassen. Zunächst mit der markanten Stimme des Schauspielers Samuel L. Jackson und nur in den USA.

Echobuds in ear

Automatisches Löschen, mehr Transparenz

Insbesondere schaltet Amazon «in den kommenden Wochen» auch zwei Funktionen frei, die Nutzern mehr Transparenz verschaffen sollen. «Alexa erklärt sich» nennt der Konzern aus Seattle die Transparenz-Offensive. Auf die Fragen «Was hast du gehört» oder «Warum hast du das getan» soll das System dabei den Sprachbefehl des Nutzers wiederholen. Oder eine kurze Erklärung zur letzten Antwort liefern.

Zudem kommt eine automatische Löschfunktion hinzu. Die erfasste Sprachaufzeichnungen, die älter als drei oder wahlweise 18 Monate sind, entfernt. Seit kurzem haben Alexa-Nutzer bereits die Möglichkeit, eine bestimmte Äusserung oder alle Sprachbefehle eines Tages auf einmal zu löschen.

Das US-Unternehmen reagiert damit auf Negativschlagzeilen: Die die – auch bei anderen Tech-Konzernen – vormals gängige Praxis der Auswertung von Sprachaufzeichnungen durch menschliche Mitarbeiter in den vergangenen Wochen hervorgerufen hatte.

Neue Hardware für Amazon Sprachsteuerung – auch für unterwegs

Die bisherige Alexa-Lautsprecher-Reihe Echo hat das E-Commerce-Unternehmen rundum leicht aufgebessert. Mit dem «Echo Studio» wird dagegen nun auch für raumfüllenden 3D-Klang gesorgt. Der Lautsprecher lässt sich mit «ausgewählten» Fire-TV-Modellen koppeln und hat Dolby Atmos sowie 360 Reality Audio von Sony an Bord.

Komplett neu ist auch die Integration der Spracherkennung in ein Brillengestell («Echo Frames») und einen Ring («Echo Loop»). So macht Amazon Alexa zum ständigen Begleiter, der überall bequem bei Bedarf zu aktivieren sein soll, etwa um zu telefonieren, einen Punkt auf die To-do-Liste hinzuzufügen oder auch den Google Assistant aufzurufen.

Nutzer können die Brille mit individuellen Gläsern vom Optiker verwenden und Alexa per Bluetooth in Verbindung mit einem Smartphone nutzen. Mikrofon und Lautsprecher sitzen im Rahmen.

Entsprechend funktioniert auch der smarte Alexa-Ring. Auch ins Ohr stöpseln lässt sich Alexa künftig über kabellose Ohrhörer, die Amazon als «Echo Buds» herausbringt. Marktstart ist in den USA bereits in Kürze. Hier integriert der Hersteller Geräuschunterdrückungs-Technologie von Audiospezialist Bose.

Amazon Alexa Geräte in der Steckdose

Die mobilen Geräte zur Anbindung von Alexa über die Internetverbindung des Smartphones kommen zunächst nur in den USA auf den Markt. Auch ein erster «Smart Oven» von Amazon, der Alexa über ein Echo-Gerät zum Küchenhelfer macht, ist vorerst nur im Heimatland des Herstellers verfügbar. Nutzer sollen damit Alexa auffordern können, etwa den Backofen vorzuheizen oder die Kochplatte anzuschalten.

In Europa gesellt sich derweil fürs smarte Zuhause ein Echo-Lautsprecher für die Steckdose, der nicht nur kleiner, sondern auch erschwinglicher als die bisherigen Echo-Speaker ist. Mit dem «Echo Flex» zielt Amazon darauf ab, dass Alexa «im gesamten Zuhause» genutzt wird, auch in Räumen wie Flur, Garage oder Badezimmer.

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