Apple Mac Pro 2019 kommt aus den USA: iCompany umgeht Strafzölle

apple mac pro 2019
Der neue Monster-Rechner von Apple ist wohl doch ein (fast) waschechter US-Amerikaner: Der kalifornische Tech-Riese Apple fertigt den neuen Apple Mac Pro 2019 in Texas. Der Tech-Konzern darf wichtige in China hergestellte Komponenten für den Profi-Desktop-Rechner nun doch ohne US-Strafzölle einführen.

Bauteile aus China, Produktion in den USA: Apple hat angekündigt, den neuen Apple Mac Pro in den USA zusammenbauen zu lassen. Bestimmte Einzelteile darf der kalifornische Tech-Konzern aus China einführen. Ohne dass von der US-Regierung verhängte Zusatzzölle fällig werden. Die US-Regierung habe für verschiedene wichtige Komponenten eine Ausnahme gewährt, teilte Apple mit. Dadurch sei die Herstellung des Mac Pro nun in den USA möglich.

Die neueste Mac-Pro-Generation werde im texanischen Austin montiert, wo der Apple Mac Pro 2019 bereits seit 2013 gefertigt werde. Der Wert von in den USA hergestellten Komponenten im neuen Mac Pro sei zweieinhalb Mal so hoch wie in der Vorgängerversion, so der iPhone-Hersteller. Mit der Produktion der Rechner werde «bald» begonnen.

Apple Mac Pro 2019 Mac Pro aus USA von US-Importzöllen verschont

Zuvor hatten amerikanische Medien berichtet, dass Apple nach sechs Jahren in Texas wohl auch den neuen Apple Mac Pro 2019 aus Kostengründen in China fertigen lasse. Alle anderen wichtigen Apple-Produkte wie etwa das iPhone werden in Asien, grösstenteils in China, produziert. 

Die jüngste Generation des Mac Pro hatte Apple im Juni vorgestellt, als Marktstart des in der Basisversion rund 6.000 Dollar teuren Apple-Computers wurde Herbst 2019 genannt.

Mac Pro 2019: Mega-Rechner für professionelle Nutzer

Der Highend-Rechner wird nach sechs Jahren zum ersten Mal wieder rundum erneuert. Die aktuelle Generation des Desktop-Computers für professionelle Anwender in den Bereichen Grafik, Video und Audio hat der Konzern bereits 2013 präsentiert und zwischenzeitlich nur leicht aufgerüstet.

Im Inneren des neuen Mac Pro etwa sorgen mit Intel entwickelte Xeon-Prozessoren in der Bestausstattung mit bis zu 28 Kernen und 64 PCI Express-Lanes für gewaltige Rechenleistung und Bandbreite.

Mehr Industrieprodukte aus den USA

Präsident Donald Trumps Strafzölle gegen China haben einen massiven Handelsstreit ausgelöst. Peking soll damit zum Abschluss eines umfassenden Handelsabkommens bewegt werden. Die Verhandlungen sollen Anfang Oktober fortgeführt werden. Trump will mit Strafzöllen gegen die wichtigsten Handelspartner bewirken, dass mehr Industrieprodukte in den USA hergestellt werden. Die Folgen des Handelskriegs sind noch nicht absehbar.

Befreiung von Einfuhrgebühren beantragt

Im Juni war bekannt geworden, dass Apple und andere Technologie-Konzerne bei der US-Regierung schriftlich um Ausnahmeregelungen bei US-Importzöllen gebeten haben. Laut US-Medien hat die amerikanische Handelsbehörde zehn von fünfzehn der von Apple für den Mac Pro beantragten Strafzoll-Ausnahmen für Computer-Komponenten genehmigt. Über die fünf verbliebenen Anträge sei noch nicht entschieden. Präsident Trump hatte noch im Juli verlauten lassen, die Anträge auf eine Befreiung von Importzöllen nicht zu bewilligen.

Apple betont indes nun, dass jedes Apple-Produkt in den USA designt und entwickelt werde. Teile stammten aus 36 US-Bundesstaaten, wodurch amerikanische Zulieferer für 450.000 Jobs sorgten.

Der neue Apple Mac Pro 2019 soll laut Hersteller „dieses Jahr im Herbst“ in den Handel kommen.

 

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