Windows 10 Update beseitigt alte Probleme – erzeugt neue Bugs

Update für Windows 10 sorgt für Fehlerbehebung – und neue Probleme

Microsoft hat damit begonnen, ein Update für das aktuelle Windows 10 auszurollen. Damit wird eine ganze Reihe gravierender Fehler behoben, gleichzeitig treten neue Bugs auf.

Windows 10 Update sorgt für höhere Prozessorbelastung der CPU

Die aktuelle «Version 1903» des Microsoft-Betriebssystems Windows 10 erhält ein optionales Update, das rund 30 Fehler ausmerzen soll. Allerdings sorgt die Aktualisierung unter Umständen für den Absturz der Windows-Suche und eine hohe Prozessorbelastung der CPU durch den unternehmenseigenen Sprachassistenten Cortana.

Der Software-Konzern aus Redmond hat das jüngste Windows-10-Update am Wochenende veröffentlicht und verteilt es nach und nach an Geräte, auf denen das Mai-2019-Update von Windows 10 installiert ist. Das kumulative Update hat die Bezeichnung KB4512941. Es ist laut Microsoft kein Sicherheitsupdate, sondern beinhaltet Qualitätsverbesserungen.

Alte Probleme beseitig, Cortana Probleme erzeugt

Beseitigt werden zahlreiche Bugs, die das Mai-Upgrade des Betriebssystems Nutzern beschert hat. Unter anderem behebt es ein Bildschirmproblem, das bei der Verbindung eines Remote-Desktops mit einem Rechner aufgetreten ist. Entfernt wird auch ein Bug, der das Starten der Windows-Sandbox verhinderte, sowie ein Fehler, der dafür sorgte, dass bestimmte Games Funktionen von Spatial Audio nicht nutzen konnten.

Ausserdem verbessert Microsoft mit dem Update die Benutzerfreundlichkeit und App-Kompatibilität, sodass mehr Win32-Apps mit Windows Mixed Reality funktionieren.

Zwar schreibt das amerikanische Unternehmen in seinem Release-Beitrag zur Aktualisierung, dass keine Fehler bekannt seien. Aber zahlreiche Nutzer berichten von Problemen mit Cortana und der Windows-Suche, die schon Testern der nicht-öffentlichen Vorabversion aufgefallen sind.

So funktioniere in bestimmten Fällen die Desktop-Suche nach der Aktualisierung nicht und sorge Cortana für eine um bis zu 44 Prozent höhere CPU-Auslastung. Dazu kommt es Berichten zufolge, wenn Nutzer die Bing-Suche deaktiviert haben. Hier muss Microsoft offenbar noch einmal nachlegen.

Neues Windows 10 Update bereits angekündigt

Microsoft hat das Update nicht nur für die aktuelle Windows-10-Version freigegeben, sondern auch für das unter der Bezeichnung 19H2 erwartete nächste grosse Feature-Upgrade von Windows 10, das Microsoft auch für September angekündigt hat. Die neue 19H2-Version wird seit Anfang Juli bereits im Rahmen von Microsofts «Windows Insider Program» getestet. Es zielt nach Angaben des Herstellers insbesondere auf Leistungs- und Qualitätsverbesserungen ab.

Das aktuelle August-Update kann über die neue Windows-Update-Funktion bezogen werden, die Microsoft im Mai eingeführt hat, oder auch manuell über Windows Update ausgeführt werden. Mit dem Software-Update im Mai hat der Konzern auch das Update-Verfahren geändert.

Neues Update-Verfahren seit Mai

Windows-10-Nutzer erhalten Updates in der Regel automatisch, können nun aber ein Funktionsupdate so lange hinauszögern, wie die genutzte Windows-10-Version mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Wer ein grosses Update durchführen will, muss dies per Mausklick aktivieren.

In der Vergangenheit haben Updates immer wieder zu Problemen geführt. Beim letzten Herbst-Funktionsupdate beispielsweise sah sich Microsoft gezwungen wegen Fehlern eine Aktualisierung des Betriebssystems rückgängig zu machen.

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