Dell setzt auf Chromebooks

Dell setzt auf Chromebooks

Der amerikanische Online-Gigant Google und PC-Hersteller Dell wollen mit einer neuen Chromebook-Serie bei Geschäftsleuten punkten – und Windows langsam aber sicher den Rang ablaufen.

Neue Chromebook-Serie zusammen mit Dell

Gemeinsame Sache machen der Computer-Hardware-Riese Dell und Google: Schon seit einigen Jahren drängt Google mit seinem eigenentwickelten Betriebssystem Chrome OS in den Markt für Unternehmens-Laptops. Nun hat der ehrgeizige Riese vom Googleplex mit Dell einen starken Vertriebspartner gefunden und eine neue Chromebook-Serie aufgelegt, die durchaus eine interessante Alternative zum in die Jahre gekommenen und anfälligen Microsoft-Betriebssystem Windows bietet.
Die neuen Mobil-Rechner sollen sich unkompliziert in Windows-Netzwerke einfügen lassen, so dass Unternehmen der Abschied von Microsoft leichter fallen soll.

Betriebssystem fürs Web

Chrome OS wurde von Google entwickelt und erstmals im Sommer 2011 auf den Markt gebracht. Ursprünglich war das Chrome-Betriebssystem speziell für die Benutzung von Webanwendungen ausgelegt. Bislang lief Chrome OS insbesondere auf den hauseigenen Chromebooks von Google.

Die neuen Enterprise-Laptops mit Chrome OS aus dem Hause Dell sind die populären Geschäfts-Notebook-Modelle Latitude 5300 und Latitude 5400, die schon für Preise ab 699 US-Dollar angeboten werden.

Die beiden Mobilrechner sind mit aktuellen Intel Core i5 Prozessoren beziehungsweise Core i7 Chips der achten Generation bestückt und bieten bis zu 32 Gigabyte RAM Arbeitsspeicher, sowie SSD-Festspeicher mit bis zu 1 TByte Kapazität. Neben WLAN bieten die neuen Dell-Chromebooks auch die Möglichkeit über LTE-Mobilfunk (4G) mobil online zu gehen.

Dell Chromebooks mit Software-Updates über die Cloud

Für Business-Kunden gibt es zudem eine «Chrome Enterprise»-Offerte, die jährlich 50 US-Dollar kostet und dafür erweiterte Sicherheitsfunktionen und Möglichkeiten zur Geräteverwaltung beinhaltet und über das Zusammenspiel mit dem Google-Chrome-Browser unkompliziertes Arbeiten in der Cloud ermöglichen soll.

«Chrome Enterprise» kann für Unternehmen einfach online über die Cloud freigeschaltet werden. Darüberhinaus bietet Dell noch weitere Software-Optionen wie etwa die «G Suite» an.

Vorerst werden die neuen Laptops nur in den USA auf den Markt kommen.

Erhöhter Druck auf Windows

Zweifelsfrei ist das Googles Chrome-OS-Betriebssystem noch ein Nischenprodukt. Der ambitionierte Silicon-Valley-Riese versteht es aber sehr geschickt, die Verbreitung der Windows-Alternative zu forcieren und bietet regelmässig interessante Optimierungen wie jüngst etwa eine schnellere Admin-Konsole an.

Zudem hat die Allianz mit dem texanischen PC-Bauer Dell, einem der wichtigsten Microsoft-Partner, Signalwirkung. Insidern zufolge wollen auch verschiedene andere Hersteller Chromebooks für Geschäftskunden anbieten.

In Redmond, beim Windows-Hersteller und OS-Weltmarktführer Microsoft, wird man diese Entwicklung mit Sicherheit sehr genau beobachten.

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