Google Live View: Google Maps erhält AR

Live View: Google Maps erhält AR

Google Maps erleichtert Fussgängern die Navigation durch fremde Orte mit AR-Funktionen. Auch Flug- und Hotelreservierungen sind künftig mit Google Live View direkt abrufbar.

Große Richtungspfeile weisen den Weg

Mit der neuen Augmented-Reality-(AR)-Funktion «Live View» will es der Kartendienste Google Maps noch einfacher machen, sich durch die reale Welt zu bewegen. Zur Navigation mit dem Smartphone können Nutzer der Google-Maps-App für iOS- oder Android-Geräte nun das Sucherbild der Handykamera nutzen, in das grosse Richtungspfeile und andere Informationen eingeblendet werden.

Die «Live View»-Funktion, die mit Googles Pixel-Smartphones bereits vorab genutzt werden konnte, verwendet nicht nur GPS-Daten zur Positionsermittlung, sondern nutzt auch Informationen aus Streetview für die Anpassung der Blickrichtung des Nutzers. Damit wird die Position des Smartphone-Users genauer als zuvor erkannt.

Mit Google Live View in AR durch die Welt navigieren

Bislang war es beim Start der Navigation zuweilen nicht einfach zu erkennen, in welche Richtung man sich bewegen muss. In das Live-Bild der Umgebung blendet die App nun auch einen Kartenausschnitt von Google Maps in das Kamerabild ein, auf dem Position und Weg wie gehabt angezeigt werden.

Genutzt werden kann die AR-Funktion laut Google mit Android- und iOS-Geräten, die ARCore und ARKit unterstützen.

Flug- und Hotelreservierungen integriert

Das Update der Maps-Apps beschert Nutzern auch weitere Neuerungen, die das Reisen erleichtern sollen. So werden etwa Flug- und Hotelreservierungen gespeichert und unter «Meine Orte» als «Reservierungen» abgelegt. Die Reiseinformationen, die Maps automatisch aus dem Google-Kalender der Nutzer und aus dem E-Mail-Programm Gmail zieht, können auch ohne Internet-Verbindung abgerufen werden.

Auf Android-Smartphones wird künftig zudem eine «Zeitachsen»-Funktion integriert. Bei aktiviertem Standortverlauf können Nutzer damit alle Orte, die sie in einem Land oder in einer Stadt besucht haben speichern – aufgeschlüsselt in Kategorien wie Restaurants, Geschäfte, Attraktionen, Hotels und Flughäfen. Diese Infos lassen sich in eine Liste exportieren und mit Freunden und Familie teilen, die an Reisetipps interessiert sind.

Das hat einige Vorteil: Wer beispielsweise einen Urlaubsort erneut aufsucht, findet seine Lieblingsplätze einfacher wieder. 

Mit den jüngsten Neuerungen bei der populären Google-Maps-Applikation avanciert das Navigations-Tool des amerikanischen Web-Riesen mehr und mehr zu einem Ersatz der Urlaubsplanungs-App «Trips», die Google Anfang des Monats eingestellt hat. «Trips» diente als Reisebegleiter und speicherte beispielsweise Reservierungen.

Studien zufolge nutzen jeden Monat weltweit eine Milliarden Menschen Google Maps.

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