Gigaset GS195: Mobiltelefon mit Gras aus Deutschland

Gigaset hat ein neues Android-Smartphone vorgestellt, das in Deutschland zusammengebaut und in einer Verpackung aus Gras heimischer Wiesen geliefert wird.

Einsteigergerät mit umweltfreundlicher Verpackung aus Gras

Der deutsche Telekommunikationsgeräte-Hersteller Gigaset bringt mit dem GS195 ein neues Android-Smartphone als gut ausgestattetes Einsteigergerät oder einfaches Mittelklasse-Handy heraus, das auf den ersten Blick in zweierlei Hinsicht auffällt. Es ist ein in Deutschland gefertigtes Mobiltelefon und kommt in einer umweltfreundlichen Verpackung aus Gras.

Made in Germany

Der Slogan «Made in Germany», mit dem der aus der ehemaligen Siemens-Mobilsparte hervorgegangene Telefonhersteller sein nunmehr drittes in Deutschland produziertes Smartphone anpreist, bedeutet allerdings, dass es am Standort des Unternehmens in Deutschland zusammengebaut wird – den Grossteil der Hardware, darunter auch die Platinen, liefern chinesische Unternehmen und andere Zulieferer.

Gigaset GS195 mit Chip aus China

Punkten will das neue Smartphone, auf dem Android 9.0 Pie läuft, auch mit inneren Werten: ein Achtkern-Prozessor des chinesischen Unternehmens Unisoc, vormals Spreadtrum, sorgt für ordentliche Leistung, der Akku soll laut Hersteller besonders lange durchhalten.
Die Prozessoren der Vorgänger lieferte der amerikanische Chip-Hersteller Qualcomm. Unisoc hat unter anderem mit Intel für 5G-Modems kooperiert.

HD-Voice für gute Sprachqualität

Eigenen Angaben zufolge legt Gigaset grossen Wert auf die Telefonie-Funktionen: Das GS195 bietet HD-Voice auch unterwegs und soll eine gute Sprachqualität mit Unterdrückung von Hintergrund- und Störgeräuschen bieten.
Die sonstige Ausstattung ist solide: Ein Fingerabdruck-Scanner fürs Entsperren auf der Rückseite, wo auch eine Dual-Kamera sitzt. Das fast randlose Display ist mit einem 19:9-Verhältnis mehr als doppelt so lang wie breit und löst mit ordentlichen 2246 x 1080 Pixeln auf.

Rückseite aus Glas

Die Smartphone-Sensoren sowie eine Acht-Megapixel-Selfie-Kamera sind in einer Aussparung («Notch») am oberen Display-Rand untergebracht. Der Speicherplatz fällt mit nur 32 Gigabyte mager aus.
Dagegen ist das neue Handy das erste Gigaset-Modell mit einer Rückseite aus Glas und einer Verpackung aus Graspapier. Das wird eigenen Angaben zufolge aus Altpapier und zu 30 Prozent aus «nachwachsenden Grasfasern» gewonnen – das Heu dafür stamme von heimischen Wiesen aus Deutschland.

Die Plastikfreie Verpackung des Gigaset GS195

Auf Plastik, Kabelbinder und Plastiktüten wird verzichtet, dafür kommen Papierbanderolen zum Einsatz. Im Werk in Deutschland, in dem viel mit Fertigungsrobotern gearbeitet wird, kann das Gigaset-Smartphone auch mit einer Gravur personalisiert werden.
Seine ersten Smartphones hatte der Hersteller 2015 in Kooperation mit dem FC Bayern München vorgestellt, diese waren zwar in Deutschland designed, aber in China gefertigt.
Das neue Gigaset GS195 kommt Mitte August 2019 zu einem Preis von 199 Euro heraus.

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