VR Forschung: Bedrohte Natur als virtuelles Bild

VR Forschung MIT

Viele Menschen kennen die Effekte einer bedrohten Natur nur aus den Nachrichten. Daher versuchen innovative Entwickler im Kontext der digitalen Ästhetik den Naturraum als gestalteten Virtual-Reality-Bildraum körperlich zugänglich und spürbar zu machen. Dies ist dem renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit VR-Brillen gelungen.

Wie, das erklärt Prof. Dr. Lars C. Grabbe im nächsten GUDialog, zu dem das Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD) einläd: „Anhand der VR-Anwendung TreeSense kommt es beispielhaft zur sogenannten Body Ownership Illusion“, erklärt Grabbe, der am Fachbereich Design der FH Münster Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Medientheorie lehrt. „Der Nutzer schlüpft kurzzeitig in das digitale Bild eines Baumes, der Körper wird zum Stamm, die Arme verwandeln sich in Äste. Das virtuell Gesehene wird gespürt und manifestiert sich beispielsweise in der Muskelstimulation.“

In den Blick nimmt Grabbe vor allem die aktuelle digitale Ästhetik, mit der die bedrohte Natur verkörpert wird. „Mich beschäftigt dabei die Frage, wie virtuelle Impulse und physikalische Wahrnehmungsprozesse miteinander interagieren, um neue Nutzerszenarien zu entwickeln, wie beispielsweise Illusionen virtueller Körperlichkeit.“

Wie durch VR neue Erlebnis- und Erkenntnisräume entstehen und wie sich dadurch die Wahrnehmung der Nutzer ändere, sei besonders spannend.

Einen Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.