Umweltschutz Smartphone: Experten bemängeln Nachhaltigkeit bei Handys

Der Umweltschutz Smartphone muss besser werden

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Anber leider sind die interlligenten Mobiltelefone kaum nachhaltig. Entsprechend prangern Umweltexperten die Tech-Branche an: Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist Nachhaltigkeit bei Smartphones und Co. noch immer die Ausnahme.

Umweltschutz Smartphone verschwenderischer Umgang mit Ressourcen

Darauf machte der Öko-Verband im Rahmen der weltweit größten Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“ (MWC) in Barcelona aufmerksam. Kaum ein anderer Industriebereich verdeutlicht den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen so stark, wie die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Immer kürzere Nutzungszyklen führen zu wachsenden Schrottbergen und steigenden Ressourcenverbräuchen.

Standards für Ökodesign ist notwendig

Damit Umweltschutz in der IKT-Branche wirklich umgesetzt wird, fordert die DUH Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, Dienstleistungen zum Erhalt von Geräten und nachhaltige Produkte finanziell zu fördern, Standards zum Ökodesign festzulegen, ein Handypfand sowie Vorgaben zum Einsatz von Recyclingmaterial einzuführen.

Eine Studie der DUH zur Nachhaltigkeit von Smartphones, Festnetztelefonen sowie Routern aus dem Jahr 2018 zeigt, dass Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit in der IKT-Branche kaum umgesetzt werden. Nach Einschätzung der DUH hat sich daran bis heute nichts geändert. IKT-Geräte gehen immer schneller kaputt und ständig kommen neue Modelle auf den Markt, für deren Herstellung viel Energie und wertvolle Ressourcen aufgewendet werden.

Die Vorreiter: Fairphone und Shift

Dabei zeigen Unternehmen wie Fairphone und Shift wie es geht. Sie machen originale Ersatzteile für unabhängige Reparaturbetriebe und auch für Verbraucher verfügbar, wodurch Reparaturen überhaupt erst möglich werden.

Damit ausgediente Geräte für eine erneute Wiederverwendung aufbereitet oder recycelt werden können, ist es notwendig, dass sie getrennt gesammelt werden. Deshalb fordert die DUH von Umweltministerin Schulze die Einführung eines Handypfands. Der Smartphone-Hersteller Shift erhebt als einziges IKT-Unternehmen bereits ein Pfand in Höhe von 22 Euro.

Sammelstellen ermöglichen zweites Leben für Smartphone

Um Smartphones ein zweites Leben zu ermöglichen, hat die DUH die erfolgreiche Sammelinitiative ‚Handys für die Umwelt‘ neu gestartet. „Mit unseren Sammelboxen können alte Handys an Sammelstellen einfach und bequem erfasst und ihnen ein zweites Leben gegeben werden. Je mehr Bürger, Kommunen und Unternehmen mitmachen, desto besser für die Umwelt“, sagt Metz.

Für den Schutz von Umwelt und Ressourcen empfiehlt die DUH Verbrauchern gebrauchte Geräte zu kaufen, sie möglichst lange zu nutzen und Schäden, zum Beispiel durch Schutzhüllen oder Displayfolien, vorzubeugen. Umweltzeichen wie der „Blaue Engel“ und Produktbewertungen von Prüforganisationen wie Stiftung Warentest oder Öko-Test helfen besonders umweltfreundliche Geräte zu erkennen.

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