Vodafone schnappt sich nach Kabel Deutschland auch spanischen Kabelnetzbetreiber Ono – zahlt 7,2 Milliarden Euro

 Vodafone schnappt sich nach Kabel Deutschland auch spanischen Kabelnetzbetreiber Ono -  zahlt 7,2 Milliarden Euro

Der britische Mobilfunker Vodafone hat sich nach Kabel Deutschland erneut einen milliardenschweren Netzbetreiber in Europa geangelt. Vodafone übernimmt den spanischen Kabelnetzbetreiber Ono, wie der britische Konzern am Montag mitteilte. Vodafone zahle für Ono rund 7,2 Milliarden Euro.

Die Übernahme soll, wenn die Wettbewerbshüter zustimmen, im dritten Kalenderquartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

Ono ist einer der letzten verbliebenen unabhängigen Kabelnetzbetreiber in Europa. Die Übernahme hat strategische Bedeutung. Mobilfunker wie Vodafone können ihren Kunden so Festnetz, Mobilfunk, Breitband-Internet und Fernsehen aus einer Hand anbieten, ohne Milliarden in den Ausbau eines eigenen Netzes stecken zu müssen.

VODAFONE HOFFT AUF STEIGENDE NACHFRAGE IN SPANIEN

Im Herbst hatte Vodafone Liberty Global bei der Übernahme von Kabel Deutschland ausgestochen. Durch die neue Übernahme in Spanien erhofft sich Vodafone-Chef Vittorio Colao bei der Bedienung von Kunden Synergien von rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Über weitere Übernahmepläne in Europa machte er keine Angaben.

„Hinsichtlich des spanischen Marktes sind wir sehr viel optimistischer als noch vor einem Jahr“, sagte er am Montag. Die Nachfrage nach Kommunikationsprodukten und Dienstleistungen aus einer Hand habe in Spanien in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen.

ERST IM FEBRUAR MILLIARDENVERKAUF

Vodafone werde die Transaktion mit liquiden Mitteln sowie bereits existierenden aber noch nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien finanzieren, kündigte das Unternehmen an. Vodafone hatte erst im Februar einen 130 Milliarden US-Dollar schweren Verkauf seines Anteils an Verizon <VZ.NYS> Wireless abgeschlossen.

+ Link: vodafone.de

Einen Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.