Ägypter machen Facebook zur Leak-Plattform

Demokratische Aktivisten stürmten am Wochenende das Hauptquartier der gefürchteten ägyptischen Geheimpolizei und nahmen Mengen hochbrisanter Akten mit. Diese werden nach und nach eingescannt und via Facebook und Twitter (#amndawla) veröffentlicht. Aus den Veröffentlichungen, die nach Angaben der Aktivisten klar von Wikileaks inspiriert wurden, geht hervor, dass die Geheimpolizei etwa 100.000 Mitarbeiter hatte, Folter schon beim Verdacht auf kleinere Vergehen einsetzte, über inoffizielle Gefängnisse verfügte und im Vorhinein Kenntnis von Terroranschlägen wie auf das Touristenzentrum Sharm el-Sheikh, beim dem im Jahr 2005 mindetsens 88 Menschen getötet und 200 schwer verletzt wurden. Das Militär hat um Rückgabe der Akten für weitere Ermittlungen gebeten, was nach erfolgter Veröffentlichung ja problemlos geschehen könnte.

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  1. jessica 28. März 2011

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