[Round-up] Weltrekord: Forscher am CERN in Genf lassen Protonen bei Rekordgeschwinidigkeit kollidieren

X Wissenschaftlern am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf ist es am Dienstag erstmals gelungen, im Teilchenbeschleuniger LHC Protonen nahezu bei Lichtgeschwindigkeit kollidieren zu lassen. In dem 27 Kilometer langen Ringtunnel wurden zwei Protonenbündel mit 3,5 Tera-Elektronenvolt aufeinandergeschossen, sodass beim Aufprall eine Energie von 7 Tera-Elektronenvolt entstand. Ein Tera-Elektronenvolt entspricht einer Billion Elektronenvolt.

Zuvor waren am Morgen zwei Anläufe an technischen Problemen gescheitert. Der CERN-Generaldirektor Rolf Heuer hatte jedoch betont, dass er nicht damit gerechnet hatte, bereits im ersten Anlauf Zusammenstöße zu realisieren.

Die Wissenschaftler waren begeistert von den ersten Bildern der Zusammenstöße und sprachen von einem «historischen Moment». Durch den Zusammenstoß entstanden Teilchentrümmer, die die Detektoren im Teilchenbeschleuniger nun auswerten. Diese sollen den Forschern einen Eindruck des Zustands nach dem Urknall vor rund 13,7 Milliarden Jahren liefern. Möglicherweise liegen in zwei Monaten bereits erste Ergebnisse der Versuchsreihe vor. Von den Experimenten erhoffen sich die Physiker Aufschluss über die Existenz von dunkler und Antimaterie sowie über die Existenz des Higgs-Teilchens und noch nicht bekannter Dimensionen.

Die Testreihe bei 7 Tera-Elektronenvolt soll ungefähr eineinhalb Jahre dauern. Die Forscher planen, die Teilchen danach etwa im Jahr 2012 mit einer Energie von 14 Tera-Elektronenvolt kollidieren zu lassen. Dazu muss der LHC jedoch teilweise umgebaut und nachgerüste

tf/mei/ddp

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