[Business] Pricewaterhouse-Coopers: Küchenhersteller Alno ist sanierbar

Der angeschlagene Küchenhersteller Alno kann nach Einschätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PwC) saniert werden. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, kommen die Wirtschaftsprüfer in einem 500-seitigen Gutachten zu dem Schluss, dass die Wettbewerbs- und Renditefähigkeit auf Basis des Ende Januar vorgestellten Sanierungskonzeptes «Alno 2013» «mit überwiegender Wahrscheinlichkeit» wieder «vollständig» hergestellt werden könne.

Im Zuge von «Alno 2013» sollen den Angaben zufolge am Stammsitz im oberschwäbischen Pfullendorf 450 Arbeitsplätze abgebaut und die Produktion im westfälischen Enger verstärkt werden. Dort will das Unternehmen 200 neue Stellen schaffen. Die Verlagerung hat zu massiven Protesten in der Region Pfullendorf geführt. Parallel zum Stellenabbau sollen die Küchenmarken Alno, Wellmann, Impuls und Pino klarer am Markt platziert werden.

Alno leidet wie seine Wettbewerber unter der Wirtschaftskrise. Ende 2008 drückten das im CDAX notierte Unternehmen 111,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Auf Basis des jetzt vorgelegten PwC-Gutachtens geht Alno davon aus, zeitnah eine Vereinbarung mit Banken und Gesellschaftern über eine mittelfristige Finanzierung des Unternehmens abschließen zu können, wie es weiter heißt.

Die beiden Hauptgesellschafter German Capital (67,3 Prozent) und die IRE Beteiligungs GmbH des US-Küchengeräteherstellers Whirlpool (12,4 Prozent) hätten ihre Beteiligung an der Finanzierung bereits zugesagt. 2008 setzte Alno 511 Millionen Euro um. Zahlen für 2009 liegen noch nicht vor.

tf/mei/ddp

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