Innovation no more? Zahl der Patent-Anmeldungen in Deutschland rückläufig, sagt DIW

Deutschland einig Tüftlerland – das war leider mal so. Denn wie das Nachrichtrenmagazin „Der Spiegel“ aus Hamburg heute morgen vorab berichtet, rutscht die Bundesrepublik bei der Zahl der Patentanmeldungen im Vergleich zu anderen führenden Industrie-Nationen wie den Vereinigten Staaten oder dem Riesenreich China immer weiter ab.

Laut dem Medien-Bericht sollen im Jahr 2009 laut Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zufolge in Deutschland 47.859 Ideen von heimischen Erfindern beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet worden sein. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr.

Bereits im Jahr 2007 meldeten 160.000 chinesische Ingenieure global ihre Patente an, 30.000 mehr, als aus Deutschland kamen. Noch vor zehn Jahren übertrumpften die Deutschen die chinesische Konkurrenz um das Sechsfache.

Für bedenklich hält das IW auch, dass die Patentanmeldungen hierzulande im Verhältnis zu den Forschungs- und Entwicklungsausgaben sinken und somit zu viel Geld ineffizient eingesetzt werde. „Statt krampfhaft nach mehr Innovationen zu rufen“, so das Urteil des IW, „könnte man auch einfach die vorhandenen Forschungsergebnisse effizienter verwerten“.

tf/mei/ddp

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