Domain-Squatting: Wipo registriert über 2.100 Klagen wegen Internet-Domain-Missbrauch

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Die UNO-Agentur World Intellectual Property Organisation (WIPO) schlägt mal wieder Alarm: Über 2100 Klagen wegen des vermuteten Missbrauchs von Internet-Adressnamen sind im vergangenen Jahr 2009 bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum im schweizerischen Genf eingegangen.

Innerhalb von zehn Jahren befasste sich die Organisation mit 17 000 Streitfällen, wie die Wipo mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Klagen um 9,5 Prozent zurück. In den meisten Fällen geht es um Internetadressen, auf die eine andere Partei wegen Namensähnlichkeit Anspruch erhebt.

Die WIPO ist eine der weltweit vier Agenturen, die für die Lösung von Konflikten bei der Registrierung von Web-Domain-Namen zuständig ist, die geschützte Begriffe enthalten.


2008 hatte die Hotelgruppe InterContinental mit 1542 Klagen gegen Domain-Namen bei weitem die meisten Beschwerden eingereicht. Rund ein Viertel (24 Prozent) der Klagen wurden vor einer Entscheidung der Experten geregelt. Von den übrigen Streitigkeiten endeten 87 Prozent mit dem Überschreiben der Namen zum Kläger, bei 13 Prozent wurde die Klage abgewiesen.

Aus den Vereinigten Staaten, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz kamen die meisten Klagen. Zu den Betroffenen gehörten ebenfalls die USA und Großbritannien, aber auch China, Kanada, Spanien und Südkorea.

Unter „Domain Squatting“ versteht man insbesondere die Registrierung eines Domain-Namen, der später an einen Interessierten (der diesen Namen als Domainnamen geschäftlich einsetzen will) verkauft werden soll.

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