[business] Süddeutsche Zeitung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen frühere Sal.Oppenheim-Gesellschafter

Die Kölner Staatsanwaltschaft will nach Zeitungsinformationen noch im März gegen frühere Gesellschafter des Bankhauses Sal.Oppenheim ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Veruntreuung von Bankvermögen einleiten. Dabei gehe es um Darlehen, die mehrere Bankeigentümer von ihrem Geldhaus zum Teil zu sehr günstigen Konditionen und angeblich ohne ausreichende Sicherheiten erhalten haben sollen, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» (Samstagausgabe) vorab.

Einige der erfahrensten Wirtschaftsanwälte in Deutschland hätten im Auftrag der Betroffenen die Kölner Staatsanwaltschaft aufgesucht und sich über die Vorwürfe informiert. Die Staatsanwaltschaft habe bei diesen Gesprächen keinen Zweifel daran gelassen, dass sie Ermittlungsverfahren einleiten werde.

Geprüft werden sollten bei den geplanten Ermittlungen auch frühere Kredite von Sal.Oppenheim für die Ex-Milliardärin Madeleine Schickedanz, die ehemalige Großaktionärin von Arcandor, schrieb das Blatt. Der Versandhandel- und Warenhauskonzern mit den Marken Quelle und Karstadt war vergangenes Jahr pleite gegangen.

Ein Sprecher des nun von der Deutschen Bank geführte Geldhauses Sal.Oppenheim sagte der Zeitung: «Sollte ein Ermittlungsverfahren gegen ehemalige persönlich haftende Gesellschafter eingeleitet werden, werden wir selbstverständlich die Staatsanwaltschaft unterstützen.»

tf/mei/ddp

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