Medien-Bericht: Bundesregierung will Position von Firmen bei Insolvenz stärken

XXXXX LogoDie Bundesregierung will die Position von Unternehmen im Insolvenzverfahren stärken. Das gehe aus einer Rede von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vor dem am Donnerstag beginnenden «Deutschen Insolvenzrechtstag» hervor, berichtete das «Handelsblatt» (Donnerstagausgabe). «Notleidende Unternehmen stellen oft viel zu spät den Insolvenzantrag, mit fatalen Folgen», heiße es in dem Manuskript. Grund dafür sei die Furcht vor Kontrolle des Insolvenzverwalters in der Firma. Die Justizministerin wolle deshalb erreichen, dass die Anträge so früh wie möglich gestellt werden.

Als Anreiz plant das Bundesjustizministerium deshalb dem Blatt zufolge eine Verbesserung der Eigenverwaltung, die bisher von lediglich einem Prozent der Unternehmen angenommen wird. Bei der Eigenverwaltung führe das alte Management unter Aufsicht des Insolvenzverwalters die Geschäfte weiter.

Zudem will die Bundesregierung das Insolvenzplanverfahren straffen und vereinfachen. Künftig sollten Gläubiger, die den Sanierungsplan nicht akzeptieren wollen, in ihren Rechtsmitteln «moderat» beschränkt werden.

Allein 2009 meldeten dem Bericht zufolge rund 33 000 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an, was einem Anstieg von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Während 2009 die Großinsolvenzen Schlagzeilen machten, werden laut Creditreform 2010 die Ausfälle im Mittelstand deutlich zunehmen.
tf/mei/ddp
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