[business] Deutsche Bank gegen Einschränkungen für Spekulanten

X Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, lehnt die von mehreren Regierungen geforderten Verbote und Einschränkungen bei Spekulationen ab. Nach seiner Ansicht führen Verbote bestimmter Aktivitäten nicht weiter. «Ein Verbot von Leerverkäufen oder eine Einschränkung bei den Kreditausfallversicherungen ändern das Grundübel nicht», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Mittwochausgabe). «Man würde dadurch versuchen, einen Staudamm im Fluss zu bauen mit dem Effekt, dass sich der Druck erhöht und das Wasser sich einen anderen Weg sucht.»

Die Krise hat laut Mayer aber gezeigt, dass es Defizite in der Regulierung gibt. «Die vorherrschende Ansicht vor der Finanzkrise war, dass Märkte immer effizient und Marktteilnehmer immer rational sind. Das ist zwar meistens so, aber nicht immer.» Deshalb müsse die Regulierung besonders auf der Makroebene verbessert werden, sagte der Deutsche-Bank-Chefvolkswirt: «Mehr Transparenz ist ebenfalls wichtig.»

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will gefährliche Spekulationen notfalls im europäischen Alleingang verbieten. Eigentlich sollte dies international geschehen. «Aber wenn etwa die Amerikaner nicht mitmachen, dann muss es in Europa alleine gemacht werden,» sagte er dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwochausgabe).

tf/mei/ddp

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