Großzügig: Siemens-Chef Peter Löscher finanziert Lehrstuhl an TU München

Siemens LogoSiemens-Chef Peter Löscher hat aus seinem Privatvermögen einen Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität (TU) München gestiftet. «Das traditionsreiche Leitbild des ehrbaren Kaufmanns müssen wir gerade auch in dem heutigen globalen Kontext von Märkten und Wirtschaft weiter pflegen, bewahren, vorleben und weitervermitteln», sagte Löscher in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Der Lehrstuhl ist mit 1,76 Millionen Euro dotiert und der TUM School of Education zugeordnet. Die Besetzung ist zum kommenden Wintersemester 2010/2011 geplant. Der österreichische Manager Löscher ist seit 2007 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG und hat sich vorgenommen, den Technologiekonzern mit Produkten etwa aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien auf einen «grünen» Kurs zu trimmen.

TUM-Präsident Wolfgang Herrmann betonte bei der Unterzeichnung der Stiftungsvereinbarung, dass ethische Fragen «in das Denk- und Handlungszentrum künftiger Führungskräfte der Wirtschaft» gehörten. Löscher habe den Lehrstuhl als Privatmann gestiftet und wirke damit «als Vorbild einer verantwortungsbewussten Bürgergesellschaft».

Die TUM ist mit rund 420 Professoren und 24 000 Studenten eine der führenden Universitäten Europas. Ihre Lehrerausbildung hat die TUM seit Kurzem in einer neuen School of Education konzentriert.

tf/mei/ddp
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